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Analyse
13.08.2014

Wem gehören die Lebensversicherer?

Manfred Poweleit

Die Diskussion um gesetzliche Korrekturen zur Ausschüttung von Bewertungsreserven geht in die Irre, wenn man so tut, als seien alle Lebensversicherer Konzerne mit Aktionären, meint Gastautor Manfred Poweleit, Inhaber und Chefredakteur des unabhängigen Marktinformationsdienstes Map-Report in Artlenburg/Elbe.

Ein Gesetzesmurks aus dem Jahre 2008 bestimmt bis heute die politische Debatte um die Lebensversicherung. Der Versichertengemeinschaft droht Schaden, wenn Scheinreser­ven aus festverzinslichen Wertpapieren realisiert und an Stornierer ausgeschüttet werden müssen. Die Debatte um stille Reserven ist nur schwer sachkundig zu führen, wenn es an fundiertem bilanzanalytischem Sachverstand fehlt. Vor einem Jahr ist die damalige Bundesregierung bei dem Versuch eingeknickt, Schaden von den Kunden abzuwenden. Jetzt will das Bundesfinanzministerium einen neuen Versuch starten. Noch im Sommer soll die Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven neu geregelt werden.

In der medialen Kommentierung wird nun der Eindruck erweckt, mit der Verhinderung von Ausschüttungen nicht erwirtschafteter Reserven bei festverzinslichen Wertpapieren würde ein Konzernförderungsprogramm gestartet und den Verbrauchern geschadet. Wie bitte? Uns fehlt bei dieser Sichtweise eine simple Frage: Wem gehört eigentlich das Geld, das in deutschen Lebensversicherern steckt?

Die Analyse ist teilweise schwierig. In der Bilanzdatenbank von Map-Report sind derzeit 89 Gesellschaften erfasst. Sie haben 2012 insgesamt 83,6 Milliarden Euro Bruttobeiträge verdient, die Bilanzsumme summiert sich auf stolze 865 Milliarden Euro. Wie ist diese Bilanzsumme zuzuordnen? Marktgigant Allianz ist an der Börse notiert. Der Lebensversicherer gehört eindeutig zu den Konzernen. Das Eigenkapital in Höhe von 1,825 Milliarden Euro gehört zweifelsohne den Aktionären der Allianz. Ein völlig anderes Bild ergibt sich für die Debeka. Die auch wegen ihrer Leistungsstärke heftig angefeindete Nummer sechs des Marktes ist ein klassischer Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, also eine Versicherungsgenossenschaft, die den Kunden gehört. Von den 38,4 Milliarden Euro auf der Bilanz-Passivseite gehören nicht nur 37,3 Milliarden Euro versicherungstechnische Rückstellungen den Kunden, sondern auch das Eigenkapital in Höhe von 0,676 Milliarden Euro.

 

Kommentare

Endlich mal ein sachgerechtes Statement eines Branchenkenners. Ich dachte schon, es gäbe nur noch klientelorientierten oder politisch-populistisch gefärbten Unfug zu diesem Thema.

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