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Ausgabe 03/2017

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Vorsorge

23.06.2014

Rollende Datenschleudern I

Versicherer befürchten Wettbewerbsnachteile

Raus aus dem Geschäft wären aber auch die Versicherer. Ein solcher Informationsvorsprung für die Autohersteller muss unbedingt verhindert werden, forderte Klaus-Jürgen Heitmann, Vorstand der Huk-Coburg auf einem Kfz-Versicherungs-Diskurs Ende Januar dieses Jahres in Goslar. Er befürchtet unter anderem, dass durch eine mögliche Datenhoheit der Automobilproduzenten diesen ein Anbietermonopol zufallen könnte, beispielsweise bei der Pannenhilfe und bei den Werkstattdienstleistungen.  Eine solche Entwicklung würde letztlich auf Kosten der Autofahrer gehen, befürchtet Heitmann und fordert: „Die Verbraucher sollen selbst entscheiden, wer die Daten bekommt!“  

Vor allem auch auf Kosten der Versicherer könnte es gehen, muss man hinzufügen. Denn sowohl das Notrufsystem der Kfz-Versicherer als auch die Werkstattbindung bei vielen Kfz-Versicherungstarifen würden durch ein Monopol der Telematikdaten in den Händen der Hersteller obsolet. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft lehnt Telematik nicht generell ab, verlangt aber offene und standardisierte Schnittstellen. Der Autofahrer soll wählen können, ob Versicherer, freie Werkstätten, Kfz-Hersteller, Assisteure oder Automobilclubs die Daten erhalten und Leistungen erbringen dürfen. Auch der deutsche Bundesrat hat sich in diesem Sinne für eine Nachbesserung der EU-eCall-Regelung ausgesprochen. 


portfolio international 23.06.2014

Hans Pfeifer
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