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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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Fondsname FA Perf. 3J.
Swiss Life Funds ( AF 13.469,80%
Swiss Life Funds ( RF 10.682,30%
ETFS Metal Securit SF 160,42%
Morgan Stanley Inv AF 144,19%
JPMorgan Funds US AF 142,27%

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Analyse
03.05.2017

Risk Parity als elementares Anlageziel

Und da beginnt das Problem: Seit nahezu zehn Jahren und erst recht durch die Nullzinspolitik der Notenbanken funktioniert das Prinzip, das sich im Wesentlichen auf Aktien und Anleihen stützt, nicht mehr. Auch Anleihen weisen inzwischen ein hohes Kursverlustpotenzial auf. Also muss ein Fonds, der nach dem Prinzip der Risikominderung aufgebaut ist, weitere Anlageprodukte enthalten. Eine Möglichkeit ist, Rohstoffe hinzuzunehmen. Diesen Weg ist die Fondsgesellschaft Invesco mit ihrem „Invesco Balanced Risk Allocation Fund“ gegangen. Die strategische Asset-Allokation sieht in diesem Fall je ein Drittel Aktien-, Anleihen- und Rohstoff-Risiko vor.

Weiteres Ziel der Risikobegrenzung ist die Liquidierbarkeit der Anlagen in Abwärtsphasen. Der hier beispielhaft genannte Fonds versteht sich als dynamischer Fonds, der als Grundprinzip die Drittelteilung vorsieht, aber auf unterschiedliche Entwicklungen mit einer Abweichung reagieren kann. Das heißt: Bis zu zwei der Assetklassen können bis auf minimal 16 Prozent Anteil reduziert werden. Andere Fondsgesellschaften nutzen auch Immobilien oder Private Equity zur Diversifikation. Trotz aller Bemühungen, das Risiko zu begrenzen, hat es in der Vergangenheit immer wieder Marktentwicklungen gegeben, in denen der Diversifikationseffekt durch hohe Korrelationen aufgehoben wurde. Nach Analysen von Invesco waren Phasen, in denen die Korrelation der Fonds-Assetklassen untereinander hoch war, aber eher selten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass alle Anteils­klassen negativ sind, liegt in der monatlichen Rückbetrachtung bei 8,2 Prozent, auf drei Monate bei 4,5 Prozent und auf Jahresbasis bei 0,8 Prozent. Die Häufigkeit, dass alle Anteilswerte einen positiv Beitrag im jeweiligen Zeitraum leisten, also niedrig korreliert sind, ist größer, nämlich 21, 24 und 36 Prozent. Gleichwohl ist das Risk-Parity-Konzept als Baustein für die Zusammensetzung des Gesamtportfolios eine intensivere Betrachtung wert. Berater sollten sich schon etwas eingehender mit dem Thema beschäftigen, da im Risk-Parity-Mantel von den verschiedenen Fondsgesellschaften unterschiedliche Konzepte umgesetzt werden.

portfolio international 03.05.2017

 
Rainer Juretzek
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