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Beratung
27.10.2014

Neue Ungereimtheiten im Vertrieb I

In fast jeder Ausgabe von portfolio international berichten wir von neuen Absurditäten, denen Versicherungsmakler im täglichen Umgang mit Versicherern ausgesetzt sind. In diesem Heft geht es wieder einmal um Auffälligkeiten bei der Allianz und Hanse-Merkur, und erstmals um die VHV-Versicherungen. Teil I

Versicherungsvertreter rangieren ganz weit unten, wenn es um das Ansehen von Berufsgruppen in Deutschland geht. Nur zwölf Prozent sprechen den Vertretern ein „sehr hohes“ oder zumindest „hohes“ Ansehen zu. Leider gibt es bislang kein adäquates Branchen-Ranking. Die Versicherer hätten gute Aussichten, einen ähnlich schlechten Platz zu belegen. Da wollen große Versicherer unter dem Deckmantel eines Verhaltenskodex im Versicherungsvertrieb Maklern Vorschriften machen, die deren Unabhängigkeit einschränken (siehe Ausgabe 3/2014). Trotz Transparenzbekundungen der Branche vergeht zudem kaum eine Woche, in der nicht neue Tricksereien bei der Zulassung von Vermittlern (siehe Ausgabe 4/2014) oder bei der Vergütung von Maklern für die Kundenbetreuung (Exklusivumfrage in Ausgabe 6/2013) geschehen. Der Selbstreinigungsprozess ist kaum in Gang gekommen.

Beginnen wir mit der Allianz. Der Marktführer hatte maßgeblich den Inhalt des GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb geprägt (siehe Ausgabe 1/2014). Darin verpflichtete sich auch die Allianz, nicht mit Vermittlern zusammenzuarbeiten, die den Kunden über ihren Status im Unklaren lassen oder gar täuschen. Dennoch nimmt es der Marktführer billigend in Kauf, dass bundesweit die Chefs mehrerer Generalagenturen gleichzeitig als Makler zugelassen sind – ein klarer Verstoß gegen den GDV-Kodex. Denn: Eine Doppelzulassung als Vertreter und zugleich als Makler ist aus gutem Grund nicht möglich. Der Makler ist im Auftrag des Kunden, der Vertreter im Auftrag des Versicherers tätig. Die Registereintragung soll dem Kunden die Einordnung des Vermittlers als Makler oder Vertreter transparent machen. Gewerberechtlich ist es jedoch zulässig, dass ein Vermittler in rechtlich selbstständigen Rechtsformen einerseits als Versicherungsmakler (GmbH) und andererseits als Versicherungsvertreter (Einzelunternehmen) tätig wird. In diese Gesetzeslücke, die ein Verbraucher nicht durchschauen kann, ist die Allianz gestoßen (siehe Ausgabe 4/2014).

Harter Kurs der Allianz beim Basiskodex
Auch beim Kodex selbst fährt der Marktführer einen merkwürdigen Kurs. Nachdem Maklern zu Jahresbeginn in einem schriftlichen Nachtrag zur Courtagezusage die „Umsetzung des Verhaltenskodex für den Vertrieb von Versicherungsprodukten“ erläutert worden war, wollte die Allianz den dort genannten Basiskodex für Versicherungsvermittler, der dem GDV-Verhaltenskodex stark ähnelt, ab sofort zur „Geschäftsgrundlage unserer Zusammenarbeit“ mit Maklern machen. Dabei nahm man sich das Recht heraus, im Fall von Kundenbeschwerden über den Makler die Einhaltung des Kodex im Alltag zu überprüfen, also den Makler gegebenenfalls auch vor Ort aufzusuchen, weil man verpflichtet sei, Kundenbeschwerden über Vermittler zu beantworten. Da Makler aber gerade nicht der verlängerte Arm der Versicherer sind, können Versicherer auch keine Rechte zu solchen Kontrollen und Auskunftsverfahren herleiten. Um den Eingriff in den Gewerbebetrieb des Maklers zu verhindern, legten sich die Maklerverbände IGVM (siehe Kasten) und AfW Bundesverband Finanzdienstleistung eigene Kodizes zu und stoppten damit den Vorstoß der Allianz. „Der Basiskodex ist aus unserer Sicht rechtlich unzulässig“, so Wilfried E. Simon, Erster stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft Deutscher Versicherungsmakler (IGVM) und Dozent für Versicherungsrecht.

 
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