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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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Morgan Stanley Inv AF 153,57%
BlackRock Global F AF 146,94%
Stabilitas GOLD+RE AF 124,23%

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Anlage
20.12.2012

Im Gespräch: Tim Stevenson



In einer Präsentation zum Henderson Horizon Pan European Equity Fund, den Sie managen, ist bezüglich des künftigen Euroraums von einer „Bankenunion“ die Rede. Wie sind Ihre Vorstellungen dazu?
Wenn Sie über die logischen Folgen aus einer einzelnen Währung in mehreren Staaten nachdenken, kommen Sie zu den Ergeb¬nissen Steuerintegration, Bankinte-gration und insgesamt zu einer Notwendigkeit einer viel engeren Integration der europäischen Länder als bisher. Das ist nebenbei bemerkt auch ein Grund, warum Großbritannien immer noch sehr skeptisch gegenüber Europa ist. Die Regierungen einiger Mitgliedsländer könnten zum Beispiel argumentieren: „Warum sollen wir hierzulande erst mit 62 Jahren in Rente gehen, wenn andere es bereits mit 55 Jahren können? Damit bezahlen wir mehr Steuern, damit andere in der Währungsgemeinschaft weniger arbeiten.“ Europa muss also enger zusammenarbeiten.

Sie sehen also auch eine Transferunion?
Ja. Bundeskanzlerin Merkel sagt zwar, es wird keine Transferunion werden. Aber ich sehe nicht, wie es anders zu bewerkstelligen wäre. Ein engeres Zusammengehen bedeutet auch, dass die Banken dieselben Regelungen haben müssen. Es ist logisch betrachtet Unsinn, dass Banken national unterschiedlichen Risikoregelungen unterliegen. All dies hätte eigentlich vor der Einführung des Euro geklärt werden müssen. Den Beteiligten war damals allerdings klar, dass es unmöglich ist, alle maßgeb¬lichen Punkte im Vorfeld zu regeln. Bis diese gelöst sind, wird die Unsicherheit im Euroraum bleiben. Dass er auseinanderbricht, glaube ich nicht.

Was Großbritannien betrifft, erscheint ein engeres Zusammengehen gerade im Bankenbereich zwiespältig. Das Land ist nicht im Euro, aber in der Europäischen Union. Was wäre Ihre Lösung?
Ich glaube nicht, dass Großbritannien für die nächsten Jahre auch nur an den Euro denkt. Es wird wie bisher eine Koexistenz sein, mit einer engeren Eurozone und dem Rest der EU. Die EU-kritische Haltung im Land nimmt allerdings zu.

Zurück zu Ihrem Fonds. Im Zehn-Jahreszeitraum sieht die durchschnittliche Performance pro Jahr im Konkurrenzvergleich besser aus als im Fünf-Jahres- und Drei-Jahreszeitraum. Wo hat es gehakt?
Ein Grund ist, dass wir im Bankensektor seit jeher untergewichtet sind. Phasenweise hatte dieser Sektor vergleichsweise gut abgeschnitten, was wir im Fonds nicht mitgenommen haben. Wir investieren mit einem langfristigen Ansatz in die aus unserer Sicht besten europäischen Firmen. Wir sind keine Momentum-Spieler. Bei um die 50 Aktien im Portfolio ist es natürlich schmerzhaft, wenn zwei davon zeitweise schwach sind. Kurzfristige Betrachtungen interessieren uns jedoch kaum. Die langfristigen Zahlen des Fonds sind allerdings sehr stark und werden meiner Ansicht nach trotz der zeitweisen Schwächephasen stark bleiben.

Es müssten aber noch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben …
Ab März 2009 haben die meisten Marktteilnehmer nach dem Höhepunkt der Finanzkrise im Herbst 2008 verstanden, dass die Welt nicht untergeht. „Dash for trash“ hieß es damals, dem „Müll“ hinterher¬jagen, also den stark gefallenen Aktien. In der Tat hatten zahlreiche Titel, die kurz zuvor massiv eingebrochen waren, anschließend wieder kräftig aufgeholt. Dieses Spiel haben wir jedoch nicht mitgemacht.

 
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