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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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Vorsorge

08.02.2013

Grüne Rente

Die nachhaltige Anlage von Vorsorgekapital gewinnt an Boden. Nicht nur Anbieter von Fondspolicen üben sich in alternativen Anlagen, sondern auch konventionelle Lebensversicherer.

Wie investiert die Versicherung meine Ersparnisse? Diese Frage treibt immer mehr Vorsorgesparer um. Denn Energieversorger mit einem Faible für Atomkraftwerke, Maschinenbauer mit Rüstungssparte oder gefährliche Chemiefabriken sind bei immer mehr Menschen nicht wohlgelitten. Als vor knapp zwei Jahren die Stiftung Warentest bei einer Umfrage unter Versicherern herausfand, dass manche das Kapital ihrer Riester-Sparer auch in Aktien eines Herstellers von Streubomben anlegen, war der Imageschaden da.

Ökologie, Soziales und Nachhaltigkeit liegen voll im Trend. In der Investmentindustrie sind solche Anlagegrundsätze schon längst Philosophie. Bei Versicherungsprodukten hat es etwas länger gedauert. Die meisten Versicherer bieten für ihre fondsgebundenen oder fonds­basierten Produkte inzwischen auch den Zugriff auf ethisch-ökologische Fonds. Solche Fonds arbeiten in der Regel mit Ausschlusskriterien. Sie schließen beispielsweise die Anlage in Unter­nehmen der Atom- und Rüstungsindustrie oder Suchtmittelherstellung aus, ebenso wie Unternehmen, die Kinderarbeit dulden oder soziale Standards verletzen.

Nicht auf Ausschluss, sondern Beschränkung setzen Fonds, die in Umwelttechnik und regenerative Energien investieren. Das gesamte Spektrum der Wirtschaft hingegen schließen Anlagen mit Nachhaltigkeitsansatz ein. Das können dann auch Chemiefirmen oder Autohersteller sein. Nachhaltigkeitsfonds sind bei den Ver­sicherern deshalb beliebt, weil die Unternehmen in der Regel langfristig gute Renditen versprechen. Sie schonen Ressourcen, wenn sie Energie einsparen, und erhöhen dabei natürlich den Gewinn. „Grün“ müssen sie deshalb nicht unbedingt sein. Und der meistens praktizierte Best-in-Class-Ansatz garantiert nur, dass das Unternehmen unter Nachhaltigkeitsaspekten besser ist als das Gros der Branche. „Je mehr Gelder nach Positiv- und Negativkriterien angelegt werden, umso mehr hilft das der jetzigen und den zukünftigen Generationen“, ist Gottfried Baer überzeugt. Der Geschäftsführer der Bamberger Mehr Wert GmbH hat sich der Vermittlung nachhaltiger Geldanlagen verschrieben. Er sieht vor allem in der betrieb­lichen Altersvorsorge große Vertriebschancen und bemängelt, dass es zu wenig qualifizierte Vermittler dafür gibt.

Hans Pfeifer
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