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Beratung

14.12.2015

Angriff der digitalen Versicherungen I

Walter Kuhlmann

Daher ist die erste Reaktion der Platzhirsche auch typisch: Angst. Kürzlich gaben 41 Prozent von 150 befragten Führungskräften der Assekuranz an, dass Onlinevergleichsportale eine große Bedrohung für ihr Geschäftsmodell seien. Die Studie stammt von der Business- und IT-Beratung Q_perior. Mit 23 Prozent stellen reine Online-Direktversicherer die zweithäufigste Bedrohung dar. „Versicherer tun sich schwer, konsequent und nachhaltig auf das veränderte Kundenverhalten und die Diversifizierung von Produkten und Geschäftsmodellen einzugehen“, sagt Walter Kuhlmann, Partner und Versicherungs­experte bei Q_perior.

Um sich der Konkurrenz zu stellen, ergreifen einige Versicherer gewissermaßen die Flucht nach vorn und engagieren sich selbst auf dem Gebiet der Vergleichsportale. Rund ein Drittel der Befragten gab laut Q_perior an, 2016 eine Kooperation mit einem Vergleichsportal eingehen zu wollen. 18 Prozent erwägen eine Beteiligung, weitere elf Prozent ein Eigeninvestment. Insgesamt zeigten die Versicherer im deutschsprachigen Raum „aber ein verhaltenes Interesse” an der Einführung digitaler Geschäftsmodelle. Das Abwarten kann fatal sein. „Um zu bestehen, müssen sich die Verantwortlichen den Herausforderungen durch digitale Wettbewerber stellen, bei digitalen Geschäftsmodellen deutlich aktiver sein und kalkulierte Risiken eingehen”, warnt Kuhlmann.

Angst vor den Kosten
Selbst wenn viele Versicherer Fintechs als Bedrohung empfinden, dürfte weniger die Angst vor der Vertriebskonkurrenz dominieren, sondern die Ungewissheit, ob die Herkulesaufgabe gelingt, physische und digitale Kanäle intelligent zu vernetzen, weil damit die vorhandenen Strukturen im Vertrieb aufgebrochen werden müssen. Das kostet viel Geld und bringt zunächst nicht einen einzigen Kunden mehr. Langfristig hilft es aber, neue Produkte zu entwickeln. „Doch im Moment haben die Neuen nicht viel mehr als eine knackige App zu bieten“, sagt Oliver Pradetto, Geschäftsführer des Maklerpools Blau Direkt. Es fehle an der Basistechnologie. „Hinter der modernen Kulisse läuft alles manuell, für Service ist keine Zeit“, hat Pradetto beobachtet.


portfolio international 14.12.2015

Kommentare

Startups wie Knip geht es doch wohl nicht darum, Kunden echte Beratungsleistung zu erbringen und damit im Sinne des Verbraucherschutzes für eine qualitativ hochwertige Absicherung der Kunden zu sorgen. Sondern es geht eher darum, Maklerverträge einzusammeln, um für die Versicherungsverträge Courtage zu erhalten!? Solche Geschäftsmodelle, die nichts, aber auch gar nichts mit dem Beruf des Versicherungsmaklers gemein haben, sollte der Gesetzgeber verbieten.

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