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Beratung
04.02.2016

Zusatzversicherung boomt, Vollversicherung stagniert

Die gefragtesten Anbieter der privaten Krankenversicherung (PKV) sind die Hallesche (Vollversicherung) und Arag (Zusatzversicherung). Dies bekannten 327 Makler und Mehrfachvertreter mit durchschnittlich fast 21 Jahren Berufserfahrung in einer Online-Befragung.

Die Umfrage mündete in die  Studie  „Asscompact Award – Private Krankenversicherung 2016“ der BBG Betriebsberatungsgesellschaft (Bayreuth). Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH (IVV) und wird von Professor Matthias Beenken (Fachhochschule Dortmund) als wissenschaftlicher Beirat sowie dem Analysehaus Morgen & Morgen im Bereich Analyse und Methodik begleitet.

Die beiden Spitzenreiter waren bereits im Vorjahr am gefragtesten und bauten ihren Vorsprung noch aus. Aktuell erzielt die Hallesche laut Studie ein Plus von 25 Prozent der Geschäftsanteile und hält damit die Hanse-Merkur deutlich auf Distanz. Im Bereich der Zusatzversicherung vereint Arag sogar mehr als doppelt so viele Geschäftsanteile im Vergleich zur zweitplatzierten DKV, die nach zwei Jahren erneut den Sprung auf das Podest erreicht. Den größten Sprung nach vorne macht die Barmenia. Sie belegt in beiden Produktlinien den dritten Platz.

Die wichtigste zentrale Einflussgröße auf die Gesamtzufriedenheit der unabhängigen Vermittler ist die Qualität der Tarifpolitik. Ebenfalls entscheidend sind finanzielle Stabilität, gutes Preis-Leistungsverhältnis sowie eine hohe Flexibilität der Produkte und Tarife. Das Ranking der gewichteten Gesamtzufriedenheit aller Leistungskriterien führt in der Vollversicherung die Alte Oldenburger deutlich vor Universa und Barmenia an. In der Zusatzversicherung waren die Makler am zufriedensten mit der Süddeutschen, gefolgt von Barmenia und Allianz.

Vermittler erwarten für das kommende Jahr mehrheitlich konstante Einnahmen im Vollkostengeschäft. Im Zusatzkostengeschäft prognostiziert mehr als die Hälfte der Makler ein Umsatzplus von etwa 25 Prozent. Betrachtet man die Entwicklung des PKV-Geschäftes vor fünf Jahren zu heute und wagt zudem einen Blick nach vorne, dann zeigt sich ebenfalls ein konträres Bild zwischen den beiden Produktlinien: In der Vollversicherung nimmt die Relevanz von 49 auf unter 20 Prozent ab. Umgekehrt sieht es in Zusatzversicherung aus. Vor fünf Jahren sprachen ihr nur 24 Prozent eine große Bedeutung zu. Aktuell sehen 43 Prozent eine hohe Relevanz und in Zukunft sogar 64 Prozent.

Die Studie zeigt: Die neuen Telematik-Tarife in der Krankenversicherung werden von den unabhängigen Vermittlern kontrovers diskutiert. Zwar befürworten die Vermittler mehrheitlich mit 60 Prozent, eine gesunde Lebensweise zu belohnen. Gleichzeitig sind aber fast genauso viele Vermittler aufgrund der nötigen Übermittlung von Versicherungsnehmerdaten eher skeptisch. Zudem sprechen 48,5 Prozent den Telematik-Tarifen nur eine geringe Vertriebschance zu.

Interessant sind auch die Ergebnisse zur betrieblichen Krankenversicherung (bKV). Dieser Zweig war zwischenzeitlich stark im Kommen. Allerdings gab es einen Knick, nachdem das Bundesfinanzministerium zum 1. Januar 2014 verfügt hatte, dass Arbeitgeberzuwendungen für eine bKV wie Barlohn zu behandeln sind, also nicht mehr als Sachbezug gelten. Damit entfiel auch die monatliche Freigrenze von 44 Euro pro Mitarbeiter (Paragraf 8 Absatz 2 Satz 9 EStG). Mit der fehlenden Anerkennung als Sachbezug entfällt auch die Möglichkeit einer Pauschalversteuerung der bKV-Beiträge durch den Arbeitgeber (nach Paragraf 37b EStG). Dementsprechend stellen die befragten Makler eine zunehmende Zurückhaltung im bKV-Geschäft fest – siehe Grafik.

Die Studie kostet 1.950 Euro netto (Bezug per E-Mail: stasch@bbg-gruppe.de).  

Detlef Pohl

(Grafik: BBG-Studie PKV-Award 2016)

Weiterführende Links: 

portfolio international update 04.02.2016

 
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