portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

...mehr

Meistgelesene Artikel


Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 13.468,50 +1,41%
TecDAX 2.709,75 +0,97%
EUR/USD 1,2222 -0,16%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

THYSSENKRUPP 26,24 +4,54%
FRESENIUS... 66,84 +2,42%
BMW ST 94,86 +2,30%
MERCK 89,72 -0,27%
HEID. CEMENT 92,52 -0,24%
DT. TELEKOM 14,45 +0,03%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 281,74%
Commodity Capital AF 230,10%
Bellevue Funds (Lu AF 123,30%
SEB SICAV 2 SEB Ea AF 112,19%
Baring Russia Fund AF 104,35%

mehr

Neu am Markt
06.01.2014

Zusatzschutz für den Pflegefall

Peter M. Endes ist als Ergo-Direkt-Chef gerade zurückgetreten

In jeder Ausgabe von portfolio international befasst sich die Redaktion mit neuen Finanzprodukten. Bei Versicherungen steht diesmal die neue Pflegezusatzpolice der Ergo Direkt im Blickpunkt, vorgestellt vom frisch zurückgetretenen Vorstandschef Peter M. Endres.

Produkt: Zusatzpflegeschutz
Anbieter: Ergo Direkt Versicherungen
Bereich: Pflegetagegeld-Versicherung
Besonderheit: sechsfache Einmalleistung bei Pflegestufe 3 durch Schlaganfall
Am Markt: seit Oktober 2013

Ergo Direkt bietet über den geförderten „Pflege-Bahr“ hinaus ungeförderten ergänzenden „Zusatzpflegeschutz“, der die Versorgungslücke voll abdeckt. Dazu kann ein monatliches Pflegegeld zwischen 100 und 3.900 Euro versichert werden – für einzelne Pflegestufen oder als Kombination in allen drei Stufen. Bei Schlaganfall, Herz­infarkt oder Oberschenkelhalsbruch bekommt der Kunde in Stufe 3 einmalig sechs Monatsgelder zusätzlich (Tarif PZ3). Zudem zahlt Ergo Direkt bis zu 250 Euro für professionelle Hilfe bei der Pflegeeinstufung, etwa für einen Gutachter (Tarif PZ1). Bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, aber fehlender Pflegeeinstufung, wird 50 Prozent des Tagegeldes von Stufe 1 gezahlt.

Das Tagegeld wird auch dann weitergezahlt, wenn der Pflegebedürftige wegen Krankheit, die nicht auf dem Pflegefall beruht, stationär behandelt werden muss. Günstig: Die Beitragszahlung kann bis zu drei Jahre ausgesetzt werden, wenn der Kunde hilfsbedürftig im Sinne von Hartz IV oder Sozialhilfe wird. Dann ruht allerdings auch der Schutz.

Ungünstig: Im Pflegefall muss in Stufe 1 und 2 weiterhin Beitrag gezahlt werden; erst ab Stufe 3 ist der Vertrag beitragsfrei – ein Manko! Und so billig ist die Police für einen Direktversicherer nun auch wieder nicht. Ein 54-jähriger Kunde, der monatlich 250 Euro Pflegegeld in Stufe 1, 500 Euro in Stufe 2 und 1.000 Euro in Stufe 3 absichern will, zahlt  42,10 Euro Monatsbeitrag. Damit wäre die Lücke bei 3.300 Euro Monatsbedarf in Stufe 3 nach Vorleistung der gesetzlichen Versicherung (1.550 Euro) und von „Pflege-Bahr“ (600 Euro) ungefähr gedeckt.

Bereits am Telefon werden die notwendigen Gesundheitsfragen gestellt, und der Kunde erfährt, ob er den Tarif abschließen kann, wirbt Ergo Direkt in der Pressemeldung. Somit sei der Kunde davor geschützt, unwissentlich Angaben zu unterlassen. Leider liest sich dies in den sechsseitigen Tarif­bedingungen anders: Schutz wird nur gewährt, wenn alle in Textform gestellten Fragen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden (Paragraf 4.1.). Dennoch hat Morgen & Morgen das neue Pflegeprodukt neben 18 anderen Tarifen als „ausgezeichnet“ bewertet.

Fazit: Der neue Zusatzpflegeschutz ist eine Option für alle, die ihre Finanzlücke im Pflegefall schließen wollen. Gut ist dabei auch die Garantie, innerhalb von zwei Jahren nach Versicherungsbeginn den Betrag um maximal 400 Euro in Stufe 3 aufstocken zu können. Dynamik von Beitrag und Leistung ist nur möglich, wenn die Jahres-Arbeitsentgeltgrenze der Sozialversicherung steigt. Dann gibt es im Pflegefall mehr Geld, es kostet in den Stufen 1 und 2 jedoch auch mehr Beitrag. Dies sollte Makler, die Ergo Direkt nicht anbindet, zur Suche nach besserer Qualität anderswo animieren. Doch auch dort gibt es Grenzen: Wer seine Pflege später in Thailand genießen will, bei dem endet stets außerhalb Europas der Vertrag – auch in der Pflege-Pflichtversicherung. 

portfolio international 06.01.2014

 
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige