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Anlage
27.01.2015

Will Griechenland den Anfang vom Ende?

Nach der Abwahl der Sparpolitik in Griechenland steckt die Europäische Union bezüglich des Euro in einem Dilemma – aber auch die Bürger Griechenlands.

Die Marktreaktionen auf den Wahlsieg der sogenannten Linksallianz „Syriza“ mit ihrem Chef Alexis Tsipras bei den Parlamentswahlen in Griechenland bis zum Mittag am Tag nach der Wahl fielen wie zu vermuten uneinheitlich aus. Klar ist jedoch, die Europäische Union muss Richtungsentscheidungen fällen und steckt in einem handfesten Dilemma.

Aus der Sicht von Fidelity Worldwide Investment zum Beispiel sprechen einige Gründe dafür, dass die Auswirkungen der Wahl für europäische Anleger und das Wirtschaftswachstum eher gering sein werden. Griechenlands Probleme seien ein lokales Phänomen, Europa sei in einer stärkeren Position als 2011, das Bankensystem der Eurozone habe sich stabilisiert und die europäischen Finanzmärkte seien heute eher von den Fundamentaldaten der Unternehmen beeinflusst als von Makrofaktoren, wie es noch in der jüngeren Vergangenheit der Fall gewesen sei. Lokale Krisen würden heute daher weit weniger die Gefahr bergen, sich sofort auf die Risikoprämien der gesamten Region auszuwirken.

Mit dem Sieg der politischen Allianz „Syriza“ habe Griechenland alle Vorbereitungen getroffen, sich selbst aus der Eurozone zurückzuziehen, meint die Finanzanalysegruppe Finanzstrategie Sommese. Wenn Tsipras auch nur an der Hälfte dessen, was er im Wahlkampf verkündet habe, festhalte, scheine ein Kompromiss mit der „Troika“ aus Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU-Kommission etwa für eine Einigung zu den noch nicht umgesetzten Reformen, zum Beispiel am Arbeitsmarkt oder bei der Mehrwertsteuer, ausgeschlossen. Die neue griechische Regierung werde nach einem Schuldenschnitt rufen, und den könnten die EU-Partner niemals gewähren, da sie dann einen Präzedenzfall auch für andere angeschlagene Staaten schaffen würden. In Griechenland stehe daher Staatsbankrott, Sturm auf die Banken, Zusammenbruch der Institute, Austritt aus dem Euro und Wiedereinführung der Drachme zu befürchten.

Das Ergebnis der Wahl in Griechenland sei schlimmer ausgefallen als erwartet, kommentiert die Saxo Bank. Griechenland habe keine große Wahl: entweder die Vorgaben der Troika erfüllen oder den Euro aufgeben. Letzteres werde aber wohl kaum die gleiche Unterstützung bekommen wie die Ablehnung des Sparkurses. Nun komme es darauf an, wie Deutschland, die EU und die EZB reagieren. Die Märkte würden jetzt auf die Reaktion der Gläubiger warten, bevor es große Bewegungen gebe. Ein Kompromiss noch in dieser Woche erscheine jedoch kaum realistisch.

Heike Gorres

(Bild: Shutterstock)

Weiterführender Link:

Griechenlands Kreditfähigkeit verfällt ungebremst

portfolio international update 27.01.2015/dpo

 
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