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Beratung
04.09.2012

Wenige "alte Hasen" in der Anlagevermittlung

Norman Wirth

Norman Wirth

Zum 1. Januar 2013 tritt die Finanzanlagen-Vermittlungsverordnung in Kraft. Kernpunkt: Für die Vermittlung von Investmentfonds, geschlossenen Fonds sowie sonstigen Vermögensanlagen braucht man künftig eine Erlaubnis und muss seine Sachkunde nachweisen (Paragraf 34f GewO). Alte Hasen müssen nicht auf die Schulbank.

„Alte Hasen“, die seit 2006 ununterbrochen als Anlagevermittler oder -berater tätig waren, müssen keine Sachkundeprüfung ablegen. Als Nachweis genügt es, die erteilte ununterbrochene Erlaubnis und die lückenlosen Prüfungsberichte nach Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) für jedes Jahr vorzulegen. Jedoch können 65 Prozent nicht lückenlos alle Prüfberichte nachweisen, war schon vor Wochen vom AfW Bundesverband Finanzdienstleistung zu hören. Daher könnten nur rund 20 Prozent der 34c-Inhaber von der Alte-Hasen-Regelung profitieren.

Die Details bereiten vielen Beratern aber Kopfzerbrechen, bestätigt AfW-Vorstand Frank Rottenbacher. Man werde von Mitgliedern regelrecht mit Fragen bestürmt. Eine Auswahl: Gilt im Zweifel eine GmbH als „alter Hase“ oder immer die Geschäftsleitung? „Eine GmbH kann keine Berufserfahrung sammeln, daher färbt die Regelung auf die Geschäftsführung ab“, erklärt der geschäftsführende AfW-Vorstand Norman Wirth.

Selbstständige Investmentberater, die nicht nach MaBV tätig sind, fragen nach anderen Nachweismöglichkeiten als den lückenlosen Prüfungsberichten. „Die gibt es nicht“, bedauert Wirth. Lediglich für nicht selbstständige Investmentberater genüge eine Bestätigung des jeweiligen Arbeitgebers. Übrigens: Auch reine Investmentfondsberater mussten Prüfberichte vorlegen.

Wer für schwierige Jahre wie 2008 oder 2009 kein Anlagegeschäft vermitteln wollte und deswegen eine Negativerklärung gegenüber dem Gewerbeamt abgegeben hat, kann auch kein alter Hase werden. „Auch wer zwischenzeitlich nicht vermittelt hat, sondern zum Beispiel nur mit der Vermittlung auf seiner Homepage, dem Firmenschaufenster oder auf dem Briefpapier geworben hat, war zur Abgabe eines Prüfberichts durch einen Wirtschaftsprüfer verpflichtet“, sagt Wirth. „Ein Steuerberater genügt dazu von Gesetzes wegen nicht." 

Wieder anders ist die Lage, wenn ein Vermittler, der jahrelang persönliche Prüfberichte erstellen ließ und bei der Gewerbeaufsicht eingereicht hat, später im Anlagebereich unter ein Haftungsdach geschlüpft ist und seither als „tied agent“ einer AG arbeitet. „Dann ist man einem Finanzdienstleistungsinstitut nach Paragraf 32 KWG angeschlossen“, sagt Rottenbacher. Folge: Das gesamte Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts gilt nicht. „Das Haftungsdach muss sich um die Qualifikation kümmern und dies auch der BaFin nachweisen“, ergänzt der AfW-Vorstand. Mit der Sachkundeprüfung bzw. Alte-Hasen-Regelung hat das solange nichts zu tun, wie der Vermittler unter dem Haftungsdach bleibt.

portfolio international update 04.09.2012/dpo/rko

 
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