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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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22.10.2015

Was wird aus der Lebensversicherung, Herr Heinen?

Norbert Heinen
Die Versicherer stehen vor fundamentalen Herausforderungen. Die Palette reicht von neuen Geschäftsmodellen in der Lebensversicherung über neue Vertriebsmodelle bis hin zur weiteren Regulierung der Branche. portfolio international befragte zahlreiche Vorstände der umsatzstärksten Versicherer sowie von Gesellschaften mit starkem Maklervertrieb zu drei wichtigen Zukunftsfragen. Heute: Norbert Heinen, Württembergische Lebensversicherung, Vorstandsvorsitzender.

 

 

 

 

 

 

 

1. Niedrigzinsen spalten die Branche bei der Produktentwicklung, insbesondere bei Garantien. Welche LV-Produkte haben aus Ihrer Sicht Zukunft und welche nicht? Könnten Sie dies kurz begründen?

Die Lebens- und die private Rentenversicherung bleiben auch in Zukunft von zentraler Bedeutung – besonders im Hinblick auf den demografischen Wandel. Zur Abdeckung biometrischer Risiken und für die private Altersvorsorge des Einzelnen sind sie unverzichtbar. Dies gilt auch für Produkte zur Absicherung von Berufsunfähigkeit, die oft in Kombination mit Lebensversicherungen abgeschlossen werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Niedrigzinsphase haben wir ein neues, innovatives Produkt entwickelt: Es bietet Versicherten neben einer garantierten Mindestrente die Chance, bei einer Steigerung des allgemeinen Zinsniveaus von einer höheren Rente ab Auszahlungsbeginn zu profitieren.

2. Solvency II kommt zum 1. Januar 2016 mit Übergangsszenarien. Was erwarten Sie als erste Auswirkung im kommenden Jahr? Und wäre die Übertragung des Kapitalanlagerisikos auf den Kunden nicht strategisch zu kurz gesprungen, da es Verbraucher weg von den Lebensversicherern und hin direkt zu Fondsanbietern treiben könnte?

Solvency II startet 2016 mit entsprechenden Übergangsregelungen. Durch die risikobasierte Eigenkapitalhinter­legung kann es einerseits zu Veränderungen im Kapitalanlageverhalten der Versicherer kommen, andererseits aber auch zu neuen, attraktiven Produktangeboten. Bewährtes wird jedoch bleiben: So wird die Württembergische auch unter Solvency II weiterhin Produkte mit Garantieleistungen anbieten und sieht hierfür auch künftig einen Markt.

3. Welche  Zukunft hat bei Ihnen der Maklervertrieb, wie sorgen Sie bei Umsetzung des Lebensversicherungs-Reformgesetzes (LVRG) für faire Vergütung, die den Makler nachhaltig überleben lässt?

Unsere Maklergesellschaft, die Württembergische Vertriebsservice GmbH, ist und bleibt Teil des Vertriebswegemix der Wüstenrot & Württembergische-Gruppe. Sie hat zum 1. Januar 2015 das LVRG umgesetzt und ein neues, flexibles Vergütungssystem eingeführt, um die Courtagen in der Lebensversicherung neu zu strukturieren. Es besteht jetzt für Makler die Wahl zwischen einer tendenziell höheren Abschlusscourtage bei geringerer laufender Vergütung oder einer deutlich abgesenkten Abschlussvergütung bei gleichzeitig höherer laufender Courtage. Die Württembergische geht davon aus, ihren Vermittlern somit ein jeweils passendes Provisionsmodell anbieten zu können.

Das Gespräch führte Detlef Pohl

(Bild: Württembergische Lebensversicherung)

portfolio international update 22.10.2015

Detlef Pohl
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