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Ausgabe 03/2017

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23.10.2015

Was wird aus der Lebensversicherung, Herr Gebhart?

Rainer Gebhart
Die Versicherer stehen vor fundamentalen Herausforderungen. Die Palette reicht von neuen Geschäftsmodellen in der Lebensversicherung über neue Vertriebsmodelle bis hin zur weiteren Regulierung der Branche. portfolio international befragte zahlreiche Vorstände der umsatzstärksten Versicherer sowie von Gesellschaften mit starkem Maklervertrieb zu drei wichtigen Zukunftsfragen. Heute: Rainer Gebhart, WWK-Versicherungen, Vertriebsvorstand.

 

 

 

 

 

 

 

1. Niedrigzinsen spalten die Branche bei der Produktentwicklung, insbesondere bei Garantien. Welche LV-Produkte haben aus Ihrer Sicht Zukunft und welche nicht? Könnten Sie dies kurz begründen?

Vor dem Hintergrund eines anhaltenden Niedrigzinsumfelds gibt es für langfristige Sparvorgänge kaum Alternativen zu fondsbasierten Vorsorgeprodukten. Fondsrenten mit Garantie sind dabei für viele Kunden die erste Wahl. Denn sie wollen nicht nur ihr eingezahltes Kapital zurückbekommen, sondern die Chance auf höhere Rendite erhalten. Jede Garantie verursacht zu einem gewissen Maße Kosten, also eine Rendite­einbuße. Um diesen Effekt zu minimieren, gibt es im Wesentlichen zwei Stellschrauben: die Effizienz des Umschichtungsalgorithmus und das Renditepotenzial im Zinsträger. Mit dem sogenannten ICPPI-basierten Modell und dem konventionellen Sicherungsvermögen der WWK haben wir eine optimale Kombination, um maximale Investitionsquoten im Zeitablauf für den Kunden zu gewährleisten – und gleichzeitig die Garantieleistungen durch einen deutschen Lebensversicherer zu verbürgen.

2. Solvency II kommt zum 1. Januar 2016 mit Übergangsszenarien. Was erwarten Sie als erste Auswirkung im kommenden Jahr? Und wäre die Übertragung des Kapitalanlagerisikos auf den Kunden nicht strategisch zu kurz gesprungen, da es Verbraucher weg von den Lebensversicherern und hin direkt zu Fondsanbietern treiben könnte?

Bestimmte Anpassungsprozesse haben bereits begonnen. Einige Anbieter ziehen sich aus ganzen Produktbereichen, etwa der Riester-Rente, zurück, andere bieten ihren Kunden keine Produkte mehr mit Garantien an. Konkrete Produktanpassungen der Branche an die Erfordernisse von Solvency II wird es nach und nach geben. Die Gefahr, den Kunden an Anbieter der Fondsbranche zu verlieren, sehen wir nicht. Mit der Wahl einer fondsgebundenen Rentenversicherung erwirbt der Kunde schließlich nicht nur die Chance auf eine hohe Wertentwicklung, sondern darüber hinaus auch einen Anspruch auf eine lebenslang garantierte Rentenzahlung. Altersvorsorge ist mehr als das Sparen fürs Alter. Kunden, die lebenslange Ausgaben haben, benötigen auch ein lebenslanges Einkommen. Verbraucher sollten daher die Rentenbezugsphase schon früh mit im Blick haben. Schutz vor dem Langlebigkeitsrisiko bietet nur die Versicherungswirtschaft. 

3. Welche  Zukunft hat bei Ihnen der Maklervertrieb, wie sorgen Sie bei Umsetzung des Lebensversicherungs-Reformgesetzes (LVRG) für faire Vergütung, die den Makler nachhaltig überleben lässt?

Das Jahr 2014 war für unseren Vertrieb außerordentlich erfolgreich. Die abgerechnete Produktion stieg um über 50 Prozent. Der Maklervertrieb hatte dabei den stärksten Anteil. Das ist Resultat unserer starken Wettbewerbsfähigkeit sowohl auf der Produktseite als auch bei der finanziellen Substanz. Diese Substanzstärke erlaubt es uns, auch in Zukunft allen unseren Vertriebspartnern attraktive Produkte und Vergütungen zu bieten.

Das Gespräch führte Detlef Pohl

(Bild: WWK)


portfolio international 23.10.2015

Detlef Pohl
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