portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

...mehr

Meistgelesene Artikel


Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 12.539,00 -0,01%
TecDAX 2.620,75 -0,12%
EUR/USD 1,2274 -0,08%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

BASF 86,49 +0,65%
MÜNCH. RÜCK 195,90 +0,54%
ALLIANZ 193,12 +0,52%
RWE ST 21,41 -1,70%
LUFTHANSA 26,09 -1,66%
INFINEON 21,05 -1,27%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Commodity Capital AF 199,54%
Structured Solutio AF 170,65%
Polar Capital Fund AF 92,26%
H2O Allegro I SF 76,65%
Belfius Equities B AF 76,37%

mehr

portfolio persönlich

16.10.2015

Was wird aus der Lebensversicherung, Herr Fornol?

Thomas A. Fornol
Die Versicherer stehen vor fundamentalen Herausforderungen. Die Palette reicht von neuen Geschäftsmodellen in der Lebensversicherung über neue Vertriebsmodelle bis hin zur weiteren Regulierung der Branche. portfolio international update befragte zahlreiche Vorstände der umsatzstärksten Versicherer sowie von Gesellschaften mit starkem Maklervertrieb zu drei wichtigen Zukunftsfragen. Heute: Thomas A. Fornol, Swiss Life Deutschland, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Intermediärvertrieb.

 

 

 

 

 

 

 

1. Niedrigzinsen spalten die Branche bei der Produktentwicklung, insbesondere bei Garantien. Welche LV-Produkte haben aus Ihrer Sicht Zukunft und welche nicht? Könnten Sie dies kurz begründen?

In einem von anhaltend niedrigen Zinsen geprägten Kapitalmarktumfeld gibt es für klassische Garantieprodukte langfristig faktisch keine Möglichkeiten, Renditen zu erzielen, die dem Kunden den Aufbau einer Altersvorsorge mit bezahlbarem Aufwand ermöglichen. Die Zukunft gehört Produkten, die auch im Niedrigzinsumfeld breit gestreut an den Kapitalmärkten partizipieren und gleichzeitig Kapitalmarktschwankungen abfedern. Mit „Swiss Life Maximo“ bieten wir seit 2014 ein solches Produkt an. Bei der Erzeugung der Garantie nutzen wir nach wie vor den Deckungsstock, bieten aber gleichzeitig erheblich bessere Chancen durch global auf verschiedene Asset-Klassen gestreute Kapitalanlagekonzepte.

2. Solvency II kommt zum 1. Januar 2016 mit Übergangsszenarien. Was erwarten Sie als erste Auswirkung im kommenden Jahr? Und wäre die Übertragung des Kapitalanlagerisikos auf den Kunden nicht strategisch zu kurz gesprungen, da es Verbraucher weg von den Lebensversicherern und hin direkt zu Fondsanbietern treiben könnte?

Wir werden zunehmend neue Produkte mit abgesenktem Garantieniveau und neuen Kapitalanlagekonzepten sehen, die entweder als Alternative zu klassischen Garantieprodukten angeboten werden oder klassische Garantieprodukte vollständig ablösen. Das Kapitalanlagerisiko vollständig auf den Kunden zu übertragen, das wäre in der Tat zu kurz gesprungen. Vielmehr geht es darum, das Verhältnis zwischen Garantie und Ertragschancen neu zu justieren, und zwar so, dass der Kunde auch bei niedrigen Zinsen die Chance hat, Rendite für seine Altersvorsorge zu erwirtschaften. Die Fondsindustrie sehen wir in diesem Zusammenhang nicht als Konkurrenten. Wesentliche zentrale Leistungsmerkmale der Lebensversicherung, insbesondere die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos, kann die Fondsindustrie systembedingt schlichtweg nicht bieten. Vielmehr ist sie ein wichtiger Zulieferer, der hilft, unsere Produkte auf der Kapitalanlage­seite flexibel und attraktiv zu gestalten.

3. Welche  Zukunft hat bei Ihnen der Maklervertrieb, wie sorgen Sie bei Umsetzung des Lebensversicherungs-Reformgesetzes (LVRG) für faire Vergütung, die den Makler nachhaltig überleben lässt?

3. Der Maklervertrieb bleibt eine feste Säule im deutschen Versicherungsmarkt. Nur der ungebundene Vermittler ist in der Lage, den Wunsch des Kunden nach unabhängiger Beratung zu erfüllen und eine Produktauswahl zu treffen, die für den Verbraucher gut ist. Makler werden sich künftig verstärkt professionalisieren und Beratungsprozesse effizienter gestalten. Wir unterstützen sie dabei mit effektiven Technikschnittstellen, leistungsstarken Produkten und attraktiver Vergütung. Wir honorieren exzellente Beratung und nachhaltige Kundenbetreuung und stehen dazu auch künftig als fairer Partner zur Seite.

Das Gespräch führte Detlef Pohl

(Bild: Swiss Life)


portfolio international 16.10.2015

Detlef Pohl
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige