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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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20.10.2015

Was wird aus der Lebensversicherung, Herr Bläsing?

Dietmar Bläsing
Die Versicherer stehen vor fundamentalen Herausforderungen. Die Palette reicht von neuen Geschäftsmodellen in der Lebensversicherung über neue Vertriebsmodelle bis hin zur weiteren Regulierung der Branche. portfolio international update befragte zahlreiche Vorstände der umsatzstärksten Versicherer sowie von Gesellschaften mit starkem Maklervertrieb zu drei wichtigen Zukunftsfragen. Heute: Dietmar Bläsing, Volkswohlbund Versicherungen, Vertriebsvorstand.

 

 

 

 

 

 

 

1. Niedrigzinsen spalten die Branche bei der Produktentwicklung, insbesondere bei Garantien. Welche LV-Produkte haben aus Ihrer Sicht Zukunft und welche nicht? Könnten Sie dies kurz begründen?

Die Versicherung von biometrischen Risiken, insbesondere die Absicherung der Arbeitskraft, rückt weiter in den Vordergrund. Hier hat sich aktuell die Absicherung von Kunden, die in risikoreicheren Berufen arbeiten, zu einem ganz spannenden Thema entwickelt. Wir haben dazu mit „Existenz“ eine Lösung entwickelt, die sehr gut am Markt ankommt. Auch die sinkende Verzinsung bei den klassischen Rentenpolicen lässt sich, wenigstens teilweise, durch eine kluge Produktentwicklung auffangen. Nehmen Sie die Indexpolicen mit ihrer Kombination aus klassischer Rentenversicherung und der Chance auf mehr Rendite durch ein Investment der Überschüsse in einen Index. „Klassik modern“, unser jüngstes Produkt, geht in diese Richtung und zeigt sich bereits sehr erfolgreich.

2. Solvency II kommt zum 1. Januar 2016 mit Übergangsszenarien. Was erwarten Sie als erste Auswirkung im kommenden Jahr? Und wäre die Übertragung des Kapitalanlagerisikos auf den Kunden nicht strategisch zu kurz gesprungen, da es Verbraucher weg von den Lebensversicherern und hin direkt zu Fondsanbietern treiben könnte?

Das Datum wird der Startschuss für eine verstärkte Wahrnehmung von Solvency II sein. Was vorher in erster Linie Thema der Aktuare und Risikomanager war, beschäftigt spätestens dann vermehrt die Öffentlichkeit. Auch wird es einen größeren Druck auf die Überschussbeteiligungen geben. Ich würde mir wünschen, dass sich die Branche noch stärker auf ihr Innovationspotenzial besinnt und viele neue Produktideen hervorbringt, um zu zeigen, dass Versicherer für die Altersvorsorge nach wie vor unersetzlich sind. Künftig nur noch fondsgebundene Rentenversicherungen anzubieten, ist eine Möglichkeit, muss aber nicht die richtige Lösung sein.

3. Welche  Zukunft hat bei Ihnen der Maklervertrieb, wie sorgen Sie bei Umsetzung des Lebensversicherungs-Reformgesetzes (LVRG) für faire Vergütung, die den Makler nachhaltig überleben lässt?

Der Volkswohlbund ist ein Maklerversicherer. Das LVRG haben wir maklerkonform umgesetzt, das bestätigen uns viele Vertriebspartner. Dabei haben wir auch unsere Vergütungsmodelle angepasst. Für etwa zwei Drittel der Vergütung gelten dieselben Regeln wie bislang, also im Wesentlichen fünf Jahre Stornohaftung. Etwa ein Drittel verteilen wir auf die Jahre sechs bis acht. Diesen Teil bevorschussen wir auf Wunsch, indem wir ihn ebenfalls direkt mit der Vermittlung auszahlen. Der Vermittler kann bei uns also seinen Übergang in eine auskömmliche laufende Courtage selber gestalten.

Das Gespräch führte Detlef Pohl

(Bild: Volkswohlbund)


portfolio international 20.10.2015

Detlef Pohl
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