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Ausgabe 03/2017

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14.10.2015

Was nun, Frau Nahles?

Andrea Nahles
Die Vorschläge von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung (bAV) mittels „Tarifparteienrente“ – auch Nahles-Rente genannt – stoßen derzeit am Markt auf wenig Gegenliebe. Makler bekommen dafür jetzt solide Fakten mit einem neuen Rating zur altbekannten Direktversicherung, die auch in Kleinbetrieben gut ankommt.
Thomas Dommermuth

Andrea Nahles will die bAV einfacher und kosteneffizienter machen und damit mehr Interessenten ansprechen. Herausgekommen ist bisher aber ein Vorschlag, der bislang keine der beteiligten Parteien zufriedenstellt. Beispielsweise sollen für den Arbeitgeber die Haftungsrisiken entfallen, im Entwurf mit „pay and forget“ charakterisiert. Dabei ist das Haftungsrisiko für Arbeitgeber kein essenzielles Thema. „Man hat die Sache nicht zu Ende gedacht. Eine neue Parallelwelt in der bAV verkompliziert das ohnehin bereits komplexe System, anstatt es zu verbessern“, sagt Prof. Dr. Thomas Dommermuth, Vorsitzender des Beirats des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP).

Auch sei für kleine und mittlere Unternehmen der Aufwand zu hoch, mehrere Durchführungswege zu managen, wenn die Nahles-Rente neben bisherige Durchführungswege tritt. „Eine echte Verbesserung wäre es, die Belastungen mit Kranken- und Pflege­versicherungsbeiträgen deutlich zu reduzieren, Arbeitgeber zu einer wenigstens teilweisen Weitergabe ihrer SV-Beitragsersparnis zu verpflichten und die Bedingungen bei einem Arbeitgeberwechsel zu verbessern“, so Dommermuth weiter. Die Flankierung durch ein gesetzlich festgelegtes Opting-out könnte seiner Meinung nach die Teilnahmequote an der bAV in relativ kurzer Zeit deutlich erhöhen. „Es bleibt zu hoffen, dass die durch den Entwurf entstandene Unruhe am Markt nicht zu sinkenden Bestandszahlen führen wird“, warnt der ausgewiesene bAV-Experte.

Die Direktversicherung ist auf Stagnationskurs. Der Bestand stieg 2014 nur um 1,5 Prozent auf rund 7,6 Millionen Verträge. Der laufende Beitrag für ein Jahr wuchs noch um 2,5 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Dennoch ist die Direktversicherung, die bei der Förderung ab 2002 nach Paragraf 3 Nummer 63 Einkommensteuergesetz zunächst ausgebootet und erst 2005 in die Förderung einbezogen wurde, eine Erfolgsgeschichte: Seit dem Start 1974 hat sich die Zahl der Bestandsverträge mehr als vervierfacht. Im gleichen Zeitraum stieg die versicherte Summe von 7,1 Milliarden auf 206,5 Milliarden Euro an (2013: 203,8 Milliarden Euro).

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