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Ausgabe 03/2017

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Analyse
01.03.2017

Was machen die Lebensversicherer aus dem Geld ihrer Kunden?

Hermann Weinmann

Was machen die zwölf Lebensversicherer mit den höchsten Beitragseinnahmen mit dem Geld ihrer Kunden? Die inzwischen sechste Untersuchung von Hermann Weinmann, Professor am Institut für Finanzwirtschaft der Hochschule Ludwigshafen, liefert Antworten. Ermittelt wird der betriebswirtschaftliche Erfolg der Versicherer, dann die Beteiligung der Verbraucher daran, und abschließend wird eine zusammenfassende Messzahl, die Verbrauchernote, vergeben. Die Ergebnisse bewertet er in seinem Gastbeitrag.

Erst wenn Rohüberschüsse erzielt werden, kann ein Lebensversicherer Gewinne erzielen und der Kunde Überschüsse erwarten. Angesichts niedriger Zinsen, höherer Anforderungen an das Eigenkapital und der Lebensversicherungsreform 2014 hat Weinmann einige Bewertungsparameter verändert. Bisherige Vergangenheitsindikatoren waren Nettoverzinsung, Abschlusskostenquote und Verwaltungskostenquote. Sie werden ersetzt durch Rohüberschuss-Marge, laufende Durchschnittsverzinsung und „übriges Ergebnis“. Zukunftsindikatoren sind wie bisher die Bewertungsreserven-Quote und der neu gefasste Überschuss-Reservefaktor.

Entscheidend für die Wahl eines Versicherers aus Kundensicht ist und bleibt die Fähigkeit, eine solide Gegenleistung für den Beitrag zu erhalten, und die Fairness, sie auch zu bekommen. Im Zeitraum 2014 und 2015 erreichte die Debeka wiederum eine betriebswirtschaftliche Verbrauchernote von 1,3 und liegt klar vor R+V (2,0), Allianz, Alte Leipziger und Axa (je 2,3). Dahinter rangieren mit befriedigenden Noten Cosmos und Zurich (je 2,7) Bayern-Versicherung und Generali (je 3,0) sowie Aachen-Münchener und Ergo (je 3,3). Ausreichend war das Ergebnis der Provinzial Nordwest (3,7). Gegenüber dem Vorjahr fielen HDI und Nürnberger wegen gesunkener Beitragseinnahmen aus der Wertung, Alte Leipziger und Provinzial rückten auf.

Die größten Verschlechterungen in der Verbrauchernote gab es bei Bayern-Versicherung und Allianz. Bei der Allianz liegt das insbesondere am „übrigen Ergebnis“ und der sehr niedrigen Partizipationsquote der Kunden von 74,4 Prozent. Bei der Bayern-Versicherung an der niedrigen Rohüberschuss-Marge, dem negativen „übrigen Ergebnis“, gesunkener Bewertungsreserven-Quote und der Partizipationsquote von nur 82,2 Prozent. Andere Gesellschaften haben sich trotz neuer Bewertungssystematik leicht verbessert: Zurich, Generali und Ergo.

 
Hermann Weinmann

Kommentare

Es wäre schon interessant, tabellarisch, eine Aufstellung zu bekommen, wie viel die Gesellschaften vom erzielten Gewinn an die Kunden weitergeben. Auch Aktiengesellschaften im Verhältnis zu Gegenseitigkeitsvereinen. Hat jemand eine Idee, wo man sowas bekommt?

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