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Ausgabe 03/2017

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Beratung
19.04.2017

Warum ich als Makler die Einzelanbindung aufgegeben habe

Alexander Kirschweng

Er liebt die Unabhängigkeit und wusste es zu schätzen, über direkte Ansprechpartner bei den Versicherern zu verfügen. Dennoch hat sich Alexander Kirschweng, Geschäftsführer des Versicherungsmaklers Seves GmbH in Trier 2016 entschlossen, die mühsam aufgebauten Einzelanbindungen aufzugeben. In seinem Gastbeitrag berichtet er, warum!

Es gibt viele Aspekte, die dazu beitrugen. Als Einzelkämpfer kam ich im Alltag jedenfalls oft an meine Grenzen. Dann wählte ich einen Pool aus. Erste Ernüchterung: Obwohl der Pool technisch einiges bietet, fand ich mein selber geschriebenes Maklerverwaltungsprogramm besser (Excel/Outlook). Damit war ich flexibler. Die Vertragsübersichten der meisten Programme oder Pools sind für mich zu starr. Die fachliche Unterstützung ist aber oft ein guter Grund, sich einem Pool anzuschließen. Die wichtigsten vier Gründe.

Erstens: Ich hatte rund 80 Courtagevereinbarungen, die ständig gepflegt werden mussten. Immer wieder gab es – zum Teil zwei- bis dreimal im Jahr – neue Anhänge, Vereinbarungen, Provisionssätze. Bei vielen Vereinbarungen waren einige Fallstricke zu beachten. Als Einzelkämpfer halte ich es für nicht praktikabel, alle Vereinbarungen zu lesen und auf Schwachstellen zu überprüfen. Fielen mir dann „fragwürdige“ Stellen auf, war meine „Marktmacht“ zu klein, diese Stellen in meinem Sinne zu ändern. Leider arbeiten die Gesellschaften nicht mit einheitlichen Vereinbarungen.

Zweitens: Die Beziehungen zu 80 Maklerbetreuern zu pflegen und regelmäßig Kontakt zu halten, das kostete enorm viel Zeit. Dieser Aufwand sollte sich für für beide Seiten lohnen. Wenn aber ein Kranken- oder Lebensversicherer von mir im Jahr mal gar kein Geschäft bekommt? Oder: Lohnt sich der Kontakt mit dem Maklerbetreuer, wenn ich ihm sagen muss, dass ich die Vorgaben der Gesellschaft (Extrembeispiel: 50.000 Euro Sach-Neugeschäft pro Jahr ohne Kfz) für einen Einzelkämpfer schlichtweg nicht erreichbar sind? Die Zusammenarbeit empfand ich menschlich meist als sehr gut, doch der geschäftliche Ertrag hat den Zeitaufwand leider nur selten gerechtfertigt.

 
Alexander Kirschweng

Kommentare

Hallo Herr Kirschweg, darf man fragen welchen Pool Sie sich angeschlossen haben?

Genau aus diesen Gründen arbeite ich mit einem Verbund, der mir die Direktvereinbarungen weiterhin ermöglicht, die DEMV. Dazu kommt ein hervorragendes Maklerverwaltungsprogramm, das schon in der kostenlosen Version sehr gut ist. Ich erhalte für meine Gesellschaften alle GDV- und Bipro-Daten. Natürlich brauche ich für die Gesellschaften, bei denen nur ab und an Geschäft anfällt, keine Direktvereinbarung. Das wickle ich über die angebotene Pool-Lösung ab, Kfz-Geschäft funktioniert gar nicht mehr anders (Ausnahme Gewerbe und Flotte). Aber alle Verträge auf den Pool ist nach meiner Meinung höchst gefährlich. Insolvenz, Datenschutz, Verkauf etc. machen eine Direktanbindung für meine Hauptgesellschaften unumgänglich. Klar werben die Pools mit Freigabe bei Insolvenz. Aber warten wir mal ab, was passiert, wenn einer der Großen baden geht. Bei den Konkursen der kleinen Pools gab es schon heiße Storys. Und 600 Euro Monatsbeitrag ist auf jeden Fall zu viel. Oder verzichtet der Pool in jedem Fall auf den Overhead? Also lieber das beste aus beiden Welten wählen. Hat bei mir fast drei Jahre gedauert, bis ich den richtigen Partner gefunden hatte. Ich frage mich mittlerweile, wer all die guten Bewertungen für die Großen schreibt.

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