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Beratung

10.12.2015

Warum Berater ETF empfehlen oder aktive Fonds

Die Studie „Finanzberatung 2015 – ETF oder aktive Fonds?“ von portfolio international in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung MC4MS gibt Einblicke in die derzeitige Beratungspraxis.

Die Studie untersucht Rolle und Einsatz von Exchange Traded Funds (ETF) in der heutigen Beratung von Privatkunden. Dazu wurden 350 Finanzberater überwiegend aus Deutschland befragt – mehr als dreimal so viele wie bei der ersten Auflage der Studie 2008. Einbezogen waren alle relevanten Finanzsegmente, wie Banken und Sparkassen, freie Finanzdienstleister sowie bankenunabhängige Honorarberater, Vermögensverwalter und Versicherer.

Die Studie analysiert den Einsatzes des Anlagevehikels ETF bei den Kunden, vergleicht ihn mit der Nutzung aktiver Fonds und erhebt die wichtigsten Auswahlkriterien der Berater. „Wir haben dabei im Detail die Bereiche Wissen und Einstellung, Produktsicht, Kundensicht, Vertriebssicht sowie Markt- und Wettbewerbssicht betrachtet“, sagt Marc Ahlers, Inhaber von MC4MS.

Privatkundenbetreuer in Banken, Sparkassen und bei freien Vertrieben halten ETF mehrheitlich für geeignete Instrumente für Privatanleger. Noch überwiegen im deutschen Markt jedoch Berater, die aktiv gemanagte Fonds bevorzugen. Dennoch halten 70 Prozent aller Beratertypen ETF zumindest für geeignet für Privatkunden. Nur knapp 19 Prozent sehen ETF aber auch automatisch im Renditevorteil, zwei Drittel meinten dagegen, dass man immer genauer auf Anlagesegment und den Zeithorizont des Anlegers schauen müsse.

Die tatsächliche Bereitschaft, ETF Privatkunden zu empfehlen, hängt indes stark vom Geschäftsmodell des Vertriebs ab. Während 2008 kein einziger Honorarberater aktive Fonds bevorzugt hatte, sind es heute 19 Prozent. Auch die Anteil derer, die beide Fondskategorien für gleich gut geeignet hält, hat sich unter Honorarberatern auf fast 52 Prozent erhöht und damit mehr als verdoppelt. Das erstaunt, weil die ETF-Kosten samt Vertriebsvergütung nach wie vor ein wichtiges Kriterium der Beraterempfehlung für den Endkunden darstellen.

Die Bereitschaft, ETF zu empfehlen, ist bei freien Vermittlern, Sparkassen- und sonstigen Bankberatern deutlich niedriger. Provisionsberater bevorzugen heute zu 50 Prozent aktiv gemanagte Fonds, zehn Prozentpunkte mehr als 2008. Der Anteil der ETF-Empfehler unter ihnen ist um sechs Prozentpunkte auf knapp 13 Prozent gesunken. Für diejenigen Berater, die angaben, prinzipiell ihren Kunden keine ETF nahezulegen, war die unattraktive Provisionierung der wichtigste Hinderungsgrund. Bei Provisionsberatung würden mehr als 50 Prozent der Berater nicht auf ETF setzen, bei Honorarberatung dagegen dieselben Berater zu knapp 70 Prozent klar auf ETF (siehe Grafik). Im Zweifel bevorzugen Honorarberater ETF (29 Prozent).

Vertriebsvergütungen von ETF-Anbietern kommen im Provisionsmodell inzwischen häufiger vor: 22 Prozent bekommen eine Abschlussvergütung, 24 Prozent eine jährliche Bestandsvergütung. Honorarberater erhalten nur sehr selten Provision. Für Provisionsberater ist die Abschlussvergütung im Schnitt 150 Basispunkte (1,5 Prozentpunkte) niedriger als bei aktiv gemanagten Fonds.  Bei der jährlichen Vergütung macht der Unterschied 43 Basispunkte (0,43 Prozentpunkte) zugunsten aktiver Fonds aus.

Bei der Auswahl konkreter ETF für den Kunden sind den Beratern vor allem die Gesamtkosten wichtig. Für 48 Prozent war dieser Faktor „sehr wichtig“, für weitere 36 Prozent  war er „wichtig“. Das Handelsvolumen (Liquidität) ist für 81 Prozent der Befragten „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Konkret entscheiden sich die Berater bei den ETF-Empfehlungen auf Aktien, insbesondere globale, deutsche, US-amerikanische und europäische Aktienindizes.

An der Umfrage teilgenommen haben 350 Bankberater, Honorarberater und unabhängige Vermittler überwiegend aus Deutschland, die von August bis Oktober 2015 online befragt worden waren. Die Studie „Finanzberatung 2015 – ETF oder aktive Fonds? “ kostet 950 Euro zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer und wird als hochwertig gedruckte Hardcover-Version geliefert.

Detlef Pohl

Hinweis: Eine Kurzfassung der Studie ist in Heft 6/2015 von portfolio international abgedruckt, das am 11. Dezember erscheint. 

(Grafik: portfolio Verlag)

Weiterführende Links: 

portfolio international update 10.12.2015

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