portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 04/2016

Die Kreditbremse

...mehr


Verlagsprodukte

Arbeitskraftabsicherung: Die neue Vielfalt

...mehr


Digitalisierung: Wandel ist in vollem Gange

...mehr

 



Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 10.612,00 -0,14%
TecDAX 1.798,50 -0,20%
EUR/USD 1,1226 +0,11%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

DT. POST 28,09 +0,42%
ALLIANZ 136,12 +0,31%
FRESENIUS... 72,69 +0,30%
DT. BANK 11,35 -2,41%
VOLKSWAGEN VZ 119,17 -1,52%
SAP 81,29 -1,40%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
AXA IM Fixed Incom RF 211,35%
Bakersteel Global AF 155,39%
Crocodile Capital MF 129,14%
Stabilitas PACIFIC AF 128,12%
BTS Funds (Lux) Ga AF 122,55%

mehr

Vorsorge

17.02.2016

Vorsorge für das finale Vergessen II

Die Reform der Pflegeversicherung geht voran, insbesondere verbessern sich die Leistungen für Demenzkranke. Das ist ein Fortschritt, reicht jedoch nicht aus. Denn die Kosten für die Betreuung Demenzkranker sind besonders hoch und verlangen deshalb ganz besonders nach zusätzlicher privater Vorsorge. Teil II
Dr. Rainer Reitzler

Trotz der umfassenden Integration der Demenz in den Bewertungskatalog der gesetzlichen Pflegeversicherung und der bereits erfolgten Anhebung der Pflegesätze im Zuge des Ersten Pflegestärkungsgesetzes bleibt das Demenzrisiko in der gesetzlichen Pflegeversicherung überproportional unterversichert. Der Finanzbedarf und die finanzielle Lücke beim Auftreten der Demenzkrankheit sind besonders hoch und verlangen nach zusätzlicher privater Absicherung über eine private Pflegezusatzversicherung.

Es ist nicht so, dass bei den privaten Pflegezusatzversicherungen das Demenzrisiko bisher ausgeblendet worden ist. Es wurde allerdings auch nicht risikogerecht eingeschlossen, zumindest bei den meisten Tarifen nicht. Das Infinma Institut für Finanzmarktanalysen GmbH untersucht regelmäßig Marktstandards. Je höher die Leistungen bei Demenz, umso besser ist das Risiko versichert. Bei der Analyse der  Pflegerentenversicherung zeigte sich, dass die Absicherungen für das Demenzrisiko nicht ausreichen. Das Gros der untersuchten Tarife (36 Prozent) leistet bei Demenz lediglich wie in Pflegestufe II, neun Prozent je nach Schwere in den Pflegestufen II oder III, drei Prozent nur wie in Pflegestufe I und sieben Prozent der Tarife sehen überhaupt keine Leistungen bei Demenz vor.

Nur in einem Prozent der Tarife sind die Leistungen durch den Kunden individuell wählbar, wobei maximal Leistungen der Pflegestufe III vereinbart werden können. Beispiel Pflegerente der Ideal Lebensversicherung a. G.: Dort kann die Leistung des Versicherers individuell festgelegt werden. Das Demenzrisiko lässt sich in jeder Pflegestufe zusätzlich versichern. Das muss der Kunde beziehungsweise sein Berater aber auch tun, was voraussetzt, dass sie sich des Risikos bewusst sind. Da das Demenzrisiko bisher nicht individuell bestimm- oder vorhersehbar ist, muss bei Kunden und Beratern ein entsprechendes Problembewusstsein vorhanden sein. 

Demenzvorsorge als Extrapolice
„Demenz ist kein Einzelfall, sondern avanciert zur Volkskrankheit Nummer eins“, sagt Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender der Münchener Verein-Ver­sicherungsgruppe. Bis der Gesetzgeber mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz in die Gänge kommt, sollten die Verbraucher nicht warten, lautet ein Argument des Versicherers. Weil außerdem zu erwarten ist, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bei Demenz noch weniger ausreichend sind als bei anderen, körperlichen Formen von Pflegebedürftigkeit hat das Unternehmen als erster Versicherer in Deutschland im Oktober eine selbstständige Demenzversicherung auf den Markt gebracht.

Hans Pfeifer
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige