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Vorsorge
21.07.2014

Voll unter Strom I

Immer mehr Hausbesitzer setzen bei der Energieerzeugung auf die Kraft der Sonne. Das hat einen neuen Versicherungsbedarf hervorgebracht. Richtig geschützt sind Solaranlagen nur mit einer Photovoltaikanlagen-Versicherung. Versichert ist damit auch der Ertragsausfall nach einem versicherten Schaden. Damit können Solaranlagenbesitzer sogar die Superrendite ihres rentablen Investments­ absichern. Teil I

Schön sind sie nicht, aber ökologisch korrekt und für ihre stolzen Betreiber hochrentabel: Solaranlagen. Immer mehr Hausbesitzer schrauben sich die Paneele auf die Dächer oder an die Fassaden, Bauern auf die Scheunen, und sogar vor Kirchen macht der Trend zur Energieerzeugung mit Sonnenkraft nicht halt. Es gibt sie als Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung und als Solarkollektoren zur Erzeugung von warmem Wasser. Die letztere Methode ist die deutlich effektivere, denn sie ergibt nicht nur eine wesentlich höhere Ausbeute als die Solarstromerzeugung, sie deckt auch einen größeren Anteil des Energiebedarfs von Privathaushalten.

Dennoch sind Photovoltaikanlagen bislang weit stärker verbreitet als Kollektoranlagen. Ende 2013 gab es nach Angaben des Fraunhofer Instituts für solare Energiesysteme rund 1,4 Millionen Photovoltaikanlagen, die allerdings nur fünf Prozent des Nettostromverbrauchs deckten. Trotz dieser mageren Bilanz hat der Photovoltaiktrend einen neuen Versicherungsbedarf hervorgebracht. Wenn sich Eigenheimbesitzer Solarpaneele aufs Dach schrauben lassen und den erzeugten Strom ganz oder teilweise ins Netz einspeisen, werden sie zu Stromproduzenten und damit zu Unternehmern. Für den Versicherungsschutz bedeutet das: Die private Haftpflichtversicherung und die Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden an der oder durch die Solarstromanlage in der Regel nicht auf.

Ganz so einfach ist es aber nicht. Denn alte Gebäudeversicherungsverträge, die geschlossen wurden, als der Strom ausschließlich aus Kraftwerken kam, kannten noch keine Risiken der Stromerzeugung auf dem Eigenheimdach. Sie lassen die Interpretation zu, dass es sich bei Solaranlagen auf dem Dach oder an der Fassade um fest mit dem Gebäude verbundene Teile handelt, die ihre Selbständigkeit verloren haben und damit versicherte Gebäudebestandteile geworden sind. Da ist Konfliktpotenzial programmiert. Es gibt Versicherer, die Unterschiede machen zwischen Aufdachanlagen, bei denen die Paneele auf das originäre Dach gesetzt wurden – und damit auch leicht wieder entfernt werden könnten – und Anlagen, die Teile der Dachhaut oder der Fassade ersetzen und damit ins Gebäude integriert sind. Im Erstfall wird sich kein Gebäudeeigentümer und, aus Haftungsgründen, schon gar nicht sein Vermittler, auf die eine oder andere Auslegung verlassen wollen.

Neue Wohngebäudeverträge sind da eindeutiger. Entweder sind Photovoltaik­anlagen und ihre Komponenten – das sind Solarmodule, Montagerahmen, Befestigungselemente, Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Wechselrichter und Kabel– ­ausdrücklich nicht versichert oder aber teilweise beitragsfrei oder gegen Mehrbeitrag mitversichert. Ein Mehrbeitrag ist schon allein deshalb gerechtfertigt, weil die Solaranlage den Wert des versicherten Gebäudes erhöht. Auf jeden Fall ist die Installation einer Solaranlage dem Gebäudeversicherer zu melden. Über die Wohngebäudeversicherung geschützt sind Solaranlagen dann aber meist nur gegen Schäden durch Feuer, Sturm und Leitungswasser.

 
Hans Pfeifer
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