portfolio international MAGAZIN

Portfolio International

portfolio international

Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

...mehr

Meistgelesene Artikel


Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
Chart
DAX 12.966,00 -0,62%
TecDAX 2.504,25 -0,08%
EUR/USD 1,1795 +0,20%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

DT. BÖRSE 93,49 +1,05%
DT. BANK 16,21 +0,28%
HEID. CEMENT 92,56 +0,09%
FRESENIUS... 63,50 -5,62%
RWE ST 19,40 -4,32%
E.ON 9,78 -2,57%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 240,29%
Commodity Capital AF 204,91%
Stabilitas PACIFIC AF 130,93%
Allianz Global Inv AF 122,47%
Apus Capital Reval AF 104,01%

mehr

Analyse
27.06.2017

Versicherungen hängen im IT-Bereich hinterher

Prof. Hato Schmeiser

Bei vielen Unternehmen in Deutschland ist der Bereich der Informationstechnologie zu dürftig ausgestattet, als dass sie bei der notwendigen Digitalisierung mittelfristig mithalten könnten.

Deutschlands Versicherungsgesellschaften haben zwar Strategien, um dem massiven Trend zur Digitalisierung zu begegnen, verknüpfen diese aber bislang nicht ausreichend mit ihren langfristigen IT-Planungen und ihrem Geschäftsmodell, stellt das hiesige Beratungsunternehmen EY Innovalue in einer aktuellen Studie zusammen mit dem Institut für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen fest. Die Umsetzung der Strategien und daraus folgende mögliche Wettbewerbsvorteile würden so erschwert.

Die Versicherungen würden zwar Themen wie Big Data und künstliche Intelligenz als sehr relevant einstufen und als Teil ihrer Digitalisierungsstrategien sehen. Allerdings würden sie diese nicht effektiv in ihre Abläufe einbinden. Gründe seien unter anderem Ressourcen- und Kapazitätenmängel in den IT-Abteilungen. Damit würden gerade IT-Abteilungen zum Flaschenhalts, die Innovationen eigentlich antreiben sollten.

„Das Geschäftsmodell der Versicherer steht vor einem Umbau“, sagt Prof. Dr. Hato Schmeiser, Lehrstuhlinhaber und Geschäftsführer des Instituts für Versicherungswirtschaft der Universität St. Gallen. „In Zeiten der Digitalisierung geht es für sie darum, ihre Datenschätze für passgenaue Angebote zu nutzen. Sie verfügen über äußerst wertvolle Daten, tun sich aber schwer damit, die Kunden von morgen zu verstehen und sich ihrem Verhalten anzupassen“, argumentiert Schmeiser. Wenn sie hier nicht schnell aufholten, würden früher oder später Internetkonzerne wie Google, Amazon und Facebook, mit dem entsprechenden Know-how in den Markt eintreten und die Versicherer auf ihrem eigenen Feld schlagen.

Das Geschäftsmodell der Versicherer ist bedroht, wenn Internetkonzerne die Kundenwünsche besser beurteilen können als sie selbst, formuliert es EY Innovalue. Die Mehrheit der IT-Mitarbeiter bei den für die Studie untersuchten Versicherungen rechnet in Zukunft zwar mit einer wesentlich zentraleren Rolle ihrer Abteilungen als Innovationstreiber. Allerdings seien sie hierfür nicht ausreichend gerüstet. Entwicklerkapazitäten und Spezialisten fehlen demnach bei nahezu der Hälfte der für die Studie befragten Unternehmen. Zwei Drittel sehen sich wegen veralteter Systeme im Tagesgeschäft hochausgelastet, weshalb die Übernahme zusätzlicher Funktionen derzeit kaum möglich sei.

Der Beratungsgesellschaft zufolge haben 15 Versicherungsunternehmen an der Studie teilgenommen, mit Bruttobeitragseinnahmen von unter 250 Millionen Euro bis zu mehr als fünf Milliarden Euro.

Heike Gorres

(Bild: Institut für Versicherungswirtschaft, Universität St. Gallen)

portfolio international update 27.06.2017

 
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
 
Anzeige
Anzeige