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Anlage
30.05.2017

Vergleichsportale verzerren oft tatsächliche Marktlage

Dorothea Mohn

Verbraucherschützer fordern gesetzlich definierte Kriterien für die Betreiber von Finanz-Vergleichsportalen, die gewährleisten sollen, dass die Betreiber ihre Dienstleistung als objektiv und unabhängig darstellen zu dürfen.

Vergleichsportale im Internet für Finanzdienstleistungen liefern oftmals keinen umfassenden und objektiven Marktüberblick, wie aus einer Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen (IFF) im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) hervorgeht. Viele Personen nutzen Vergleichsportale für Finanzdienstleistungen, um sich einen Marktüberblick über die besten Angebote und Konditionen verschaffen zu können – sie vertrauen auf die Rankings, erläutert der Verband. Ein umfassender und objektiver Vergleich ist der Untersuchung zufolge jedoch oft nicht möglich.

„Damit Verbraucher Finanzdienstleistungen wie Girokonten und Ratenkredite vergleichen können, brauchen sie einen umfassenden und objektiven Marktüberblick. Vergleichsportale bilden dies jedoch oftmals nicht ab“, konkretisiert Dorothea Mohn, Leiterin Team Finanzmarkt beim VZBV. Der Studie zufolge haben alle untersuchten Portale den Eindruck vermitteln, explizit Verbraucherinteressen zu bedienen. Bei drei von fünf untersuchten Portalen seien jedoch Produkte, deren Abschluss nicht über das jeweilige Portal erfolgen kann, in der Voreinstellung herausgefiltert worden. So könne es passieren, dass gerade das für Verbraucher beste Produkt aus dem Vergleich herausfällt.

Bei keinem der untersuchten Produkte auf den Vergleichsportalen war laut Studie zudem nachvollziehbar, ob der Marktvergleich vollständig ist. Auch die Finanzierung der untersuchten Portale, das Zustandekommen der Rankings und die Aktualität der Daten seien nicht klar dargelegt worden.

Einer ebenfalls vom VZBV beauftragten Forsa-Umfrage zur Nutzung von Online-Vergleichsportalen zufolge meinen 48 Prozent der Nutzer, dass Angebote nach aufsteigendem Preis angezeigt werden – also das günstigste zuerst. Wenn aber Portale Angebote jener Unternehmen wegfiltern, die keine Vertragspartner der Plattform sind, werden diese, womöglich günstigen, Angebote nicht angezeigt. „Wenn Vergleichsportale Angebote von solchen Unternehmen herausfiltern, die keine Vertragspartner der Plattform sind, sollten sie sich nicht länger als objektiv präsentieren dürfen. Sie sollten deutlich als das erkennbar sein, was sie tatsächlich sind: Finanzproduktvermittler“, meint Mohn vom Verbraucherverband. Andernfalls würden die Menschen getäuscht, die wegen der Aufmachung des Portals davon ausgehen, das günstigste Produkt angezeigt zu bekommen.

Der VZBV fordert daher gesetzlich definierte Kriterien für die Betreiber von Finanz-Vergleichsportalen, die gewährleisten sollen, dass die Anbieter ihre Dienstleistungen als objektiv und unabhängig darstellen zu dürfen. Diese Kriterien umfassen ein Verbot der Finanzierung durch Provisionen oder sogenanntes Affiliate Marketing, bestimmte angegliederte Werbemaßnahmen, erläutert der Verband. Könnten die Anbieter dies nicht, müssten sie sich deutlich und an prominenter Stelle als Finanzproduktvermittler zu erkennen geben.

Die „Studie zur Bewertung des Rankings von Vergleichsportalen in Bezug auf Finanzdienstleistungsprodukte“ untersuchte nach Angaben des Verbraucherverbandes von November bis Dezember 2016 die fünf am häufigsten genutzten Vergleichsportale für die Finanzdienstleistungen Girokonto, Ratenkredit und Kfz-Versicherung.

Heike Gorres

(Bild: VZBV)

Weiterführender Link:

OLG: Check24 muss Maklerpflichten erfüllen

portfolio international update 30.05.2017

 
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