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Ausgabe 03/2017

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Vorsorge
06.12.2016

Unkenntnis und Unbehagen beim Thema Pflege

Zum 1. Januar 2017 tritt die bisher umfassendste Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung in Kraft. Gut die Hälfte der Deutschen kann die Auswirkungen nicht beurteilen. Die Angst vor Pflegebedürftigkeit wächst indes.

Fast jeder zweite Deutsche (47 Prozent) traut sich aufgrund seines unzureichenden Kenntnisstandes nicht zu, eine Meinung zur Pflegereform zu äußern. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage des Instituts „Heute und Morgen“ im Auftrag der Zurich Versicherung. In der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen ist demnach die Unkenntnis mit einem Anteil von 57 Prozent der Befragten am größten. Nur etwa 15 Prozent trauen sich zu, die Kosten einer ambulanten (13 Prozent) oder stationären Pflege (16 Prozent) „ganz gut“ einschätzen zu können.

Das Unbehaben beim Thema Pflege ist groß. So fürchten sich der Umfrage zufolge 70 Prozent der Deutschen davor, selber pflegebedürftig zu werden. Zwei Drittel haben Angst davor, dass nahe Angehörige pflegebedürftig werden könnten. Dabei treffen diese Befürchtungen zusammen mit einer Skepsis hinsichtlich der Leistungen des Gesundheitssystems: Drei Viertel sind darüber besorgt, dass die medizinische Versorgung in der Zukunft schlechter werden könnte. Daraus ziehen 78 Prozent sogar den Schluss, dass es notwenig ist, mit einer privaten Pflegeversicherung vorzusorgen.

Allerdings fühlen sich acht von zehn Deutschen über die private Pflegeversicherung nur mittelmäßig oder gar nicht informiert. Nach Einschätzung der Zurich steht die Bevölkerung privaten Pflegeversicherungen offen gegenüber. Die Sorge vor einer Pflegebedürftigkeit sei bei den Deutschen präsent. Außerdem würden zwei Drittel der Befragten befürchten, im Alter ihren Lebensstandard nicht mehr halten zu können.

Die angebliche Offenheit gegenüber privaten Pflegeversicherungen und die Bereitschaft, solche Verträge abzuschließen, stehen bisher in starkem Kontrast zu Realität. Ende 2015 belief sich der Bestand auf knapp 3,9 Millionen Verträge, darunter gut 3,4 Millionen geförderte und ungeförderte Tagegeldversicherungen bei den privaten Krankenversicherern und 463.000 Pflegerenten bei den Lebensversicherern.

Die Ergebnisse der Umfrage im Auftrag der Zurich bestätigen erneut, dass die Pflegeversicherung vor allem ein massives Aufklärungsproblem hat. Zwar scheint sich das Problembewusstsein in der Bevölkerung allmählich zu entwickeln, der konkrete Informationsstand ist jedoch gering. Das mündet in eine insgesamt geringe Handlungsbereitschaft. Bevor Versicherungen und Vermittler zu konkreten Produkten beraten und diese verkaufen können, müssen sie zunächst massiv in die Aufklärung investieren. Das Pflegestärkungsgesetz II, das am 1. Januar in Kraft tritt, bietet dafür einen sehr guten Anlass.

Die Zeitschrift portfolio international widmet in ihrem Heft 6/2016, Ersterscheinungstag 16. Dezember, dem Thema Pflege und Pflegereform Beiträge beziehungsweise eine Sonderbeilage.

Hans Pfeifer


Weiterführende Links:  

Zur Zurich Pflegestudie 2016

Die Pflegestärkungsgesetze

portfolio international update 06.12.2016

 
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