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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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Beratung
06.01.2016

Stoppt endlich den Schuldensozialismus

Detlef Pohl

Ein Kommentar von Detlef Pohl, Chefredakteur portfolio international

Das Versprechen der Politik, in der EU-Bankenunion müsse kein europäischer Steuerzahler für marode Institute haften, erweist sich als dreiste Lüge. Die neue Haftungskaskade bei Bankenrettungen, mit der primär Eigentümer und
Gläubiger herangezogen und Sparer sekundär nur für Einlagen ab 100.000 Euro aufwärts, tritt 2016 in Kraft. Aber schon zuvor war Deutschland der „Zahlmeister“ für die Sanierung des europäischen Hauses.

Die bisherige Gesamthaftung der Bundesrepublik beträgt faktisch über 1,24 Billionen Euro, wenn man alle zugesagten Verbindlichkeiten, Bürgschaften, Rettungsschirme
und -pakete zusammenzählt. Wer soll das bezahlen, wer hat angesichts desaströser Haushalte so viel Geld?

Bereits seit mehreren Jahren schädigt die EZB Anleger massiv, indem sie die Zinsen künstlich niedrig hält. Doch damit nicht genug: Mit dem geplanten
europäischen Einlagensicherungsfonds will Brüssel nun auch noch den Schutz deutscher Sparer vor Bankenpleiten schwächen. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker schielt nach den Töpfen der deutschen Einlagensicherung, die durch 3,4 Billionen Euro Sparguthaben gut gefüllt sind. Um die Währungsunion zu vollenden, sollen diese Mittel auch für Banken anderer Länder bereitstehen. Geht’s noch?

 
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