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Anlage
03.07.2012

Steigende Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen

Ein Volltilgerdarlehen ist laut der Vermittler Dr. Klein und Interhyp im aktuellen Zinsumfeld eine Überlegung wert.

Wie schon im April nutzen auch im Mai Personen mit geringeren Einkommen die günstigen Bedingungen zum Erwerb einer eigenen Immobilie. Das Zinsniveau hat sich im vergangenen Monat noch einmal deutlich verringert. Die durchschnittliche Rate für eine zehnjährige Standardfinanzierung von 150.000 Euro mit einem Beleihungswert von 80 Prozent und einem Tilgungssatz von zwei Prozent liegt bei nur noch 633 Euro. Pro Jahr sind die Kosten einer Finanzierung damit um 276 Euro gegenüber dem Vormonat und 1.956 Euro gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken. Das ist das Ergebnis des Dr. Klein-Trendindikators „Baufinanzierung“, der die monatliche Entwicklung der wichtigsten Baufinanzierungsparameter zeigt.

Innerhalb des letzten Jahres sind die Immobilienpreise bundesweit um 5,63 Prozent gestiegen (Quelle: Europace-Hauspreisindex). Die teureren Immobilien führten im Vergleich zum Mai 2011 zu einer Erhöhung der durchschnittlichen Darlehenshöhe um 11.000 Euro auf 159.000 Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Beleihungsauslauf jedoch nur um 1,5 Prozent. Die erhöhten Kaufpreise sind somit fast vollständig durch einen höheren Eigenkapitaleinsatz kompensiert worden.

Der durchschnittliche Tilgungssatz ist mit 1,84 Prozent im Mai leicht unter die Rückzahlungsrate des Vormonats (April: 1,85 Prozent) gesunken. Damit liegt der Tilgungssatz im Durchschnitt rund 22 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der vom Finanzdienstleister Dr. Klein empfohlene Tilgungssatz von zwei Prozent, der eine schnellere Entschuldung ermöglicht und damit das Zinsrisiko einer Anschlussfinanzierung signifikant verringert, wird jedoch unterschritten.

Unterdessen bricht die Diskussion über Immobilienblasen in regionalen Märkten in Deutschland nicht ab. Die steigende Zinsbindung zeigt, dass Eigentümer unabhängig von der Frage der Wertentwicklung von Immobilien zunehmend auf langfristige Sicherheit achten. So ist die durchschnittliche Zinsbindung im Vergleich zum Vormonat um knapp sieben Monate auf nun zwölf Jahre angestiegen. Wer den Zinssatz zum Beispiel festschreibt, bis das Darlehen vollständig getilgt ist, hat vollständigen Schutz vor steigenden Finanzierungskosten. Bei den aktuell günstigen Bedingungen ist diese Überlegung nach Ansicht der Gesellschaft „ein Muss“ für jeden privaten Interessenten an einem Eigenheim.

In der aktuellen Niedrigzinsphase sind die Raten für dieses sogenannte Volltilgerdarlehen deutlich erschwinglicher als in Hochzinsphasen, berichtet die Interhyp, Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen und nennt dieses Beispiel: Für einen Kredit über 150.000 Euro zum Kauf einer Wohnung zum Preis von 200.000 Euro über 20 Jahre sind bei vollständiger Tilgung bis Laufzeitende derzeit Zinssätze von 3,2 Prozent möglich. Das entspricht einer monatlichen Rate von knapp 850 Euro. In Phasen höherer Zinsen, wie zum Beispiel noch Mitte 2008, waren dafür Raten von über 1.000 Euro durchaus üblich.

Bei den Darlehnsarten fällt laut Dr. Klein der starke Rückgang bei Forward-Darlehen um knapp 15 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf. Zukünftige Anschlussfinanzierer scheinen auch weiterhin sinkende Zinsen zu erwarten. Dies dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass die Baufinanzierungszinsen im betrachteten Zeitraum kontinuierlich gesunken sind.

portfolio international update 03.07.2012/gcu/rko

 
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