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Beratung
21.10.2014

Standardlösungen in großem Stil

Christian Kistler

Ein Großteil der Banken und Sparkassen denkt bei Anlagevermögen unter 50.000 Euro über Lösungen nach dem Baukastenprinzip nach.

Die deutschen Banken halten im Wertpapiergeschäft am Full-Service-Angebot fest und verschenken dadurch Möglichkeiten zur Kostensenkung, lautet ein Ergebnis einer jüngsten Umfrage der Beratungsgesellschaft KWF Business Consultants unter Banken und Sparkassen. 84 Prozent der Umfrageteilnehmer meinen demnach, dass ein Rundum-Angebot ein maßgebliches Qualitätsmerkmal im Wertpapiergeschäft ist. 80 Prozent glauben zudem, dass ihre Kunden nur Dienstleistungen aus einer Hand akzeptieren. Damit überschätzen die Institute den „Alles-aus-einer-Hand“-Anspruch der Bankkunden, urteilen die Studienautoren.

Wegen steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen, strengerer Verbraucherschutzrichtlinien und zunehmendem Verdrängungswettbewerb erhöht sich der Kostendruck für die Kreditinstitute, heißt es in der Studie. Eine Möglichkeit der Kostensenkung ist nach Ansicht der Geldhäuser, für Kunden mit einem Wertpapierdepotvolumen von unter 50.000 Euro künftig komplett standardisierte Produkte anzubieten. Laut der Umfrage denken 71 Prozent der Teilnehmer über diesen Schritt nach. 47 Prozent können sich vorstellen, dafür sogenannte White-Label-Lösungen eines Kooperationspartners in Anspruch zu nehmen. Solche Produkte werden ohne spezielles Label oder Markennamen oder mit unterschiedlichen Labels angeboten. „Da die Rentabilität im Wertpapiergeschäft in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter sinken wird, sollten die Institute zügig die Umsetzung dieser Gedankenspiele prüfen“, urteilt Christian Kistler, Partner von KWF Business Consultants.

Ein weiterer Weg zur Kostenreduzierung ist laut der Umfrage die Auslagerung von Dienstleistungen. Großes Einsparpotenzial sehen die für die Studie befragten Anbieter zum Beispiel im Wertpapiergeschäft, und dort am meisten im Portfoliomanagement (52 Prozent). Darüber hinaus gelten die Wertpapierabwicklung/-verwahrung (48 Prozent), die technisch-administrative Depotführung (47 Prozent) und die juristische Depotführung (41 Prozent) als lohnenswerte Outsourcing-Bereiche, beschreiben die Studienmacher. „Im Bereich der Depotführung sollten die Institute unbedingt Outsourcing-Potenziale prüfen, denn hier besteht grundsätzlich Akzeptanz seitens der Kunden“, meint Kistler von KWF Business Consultants.

Bei Kunden gelten geringe Gebühren und ein fester Ansprechpartner als wichtigste Auswahlkriterien für Wertpapieranbieter, wie eine weitere Befragung des Beratungsunternehmens unter Bankkunden ergeben hat. Weniger wichtig sind demnach die Anlageberatung und Depotverwaltung aus einer Hand. 14 Prozent der für die jüngste Marktstudie befragten Institute planen bereits die Auslagerung der technisch-administrativen und der juristischen Depotführung. Rund die Hälfte haben die technisch-administrative Depotführung nach eigenen Aussagen bereits nach außen gegeben und 28 Prozent die juristische Depotführung. Jüngstes Beispiel sind die Sparkassen, die derzeit prüfen, ob sie die Wertpapierdepots ihrer Kunden künftig von der Dekabank verwalten lassen – wobei die Deka der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe angehört, berichten die Studienautoren.

Für die Studie „Die Zukunft des Wertpapierdepotgeschäfts für Privatkunden“ hat KWF Business Consultants im vergangenen Sommer Führungskräfte von in Deutschland tätigen Banken und Sparkassen befragen lassen. 34 Institute haben an der Befragung teilgenommen. Die gleichzeitig durchgeführte Studie „Depotführung im Privatkundengeschäft“ stellt die Ergebnisse einer Bevölkerungsbefragung im Auftrag der Beratungsgesellschaft dar, bei der 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt und die Ergebnisse repräsentativ hochgerechnet wurden.

Heike Gorres

Weiterführender Link:

Kontakt zu den Studien

portfolio international update 21.10.2014/tbü

 
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