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Vorsorge
20.02.2013

Solo-Selbstständige sparen sich die Vorsorge

Die Anzahl Ein-Personen-Unternehmen ist in den vergangenen zehn Jahren drastisch gestiegen. Sie verdienen kaum mehr als Angestellte im Niedriglohnsektor. Für Rücklagen bleibt wenig Spielraum.

Zwischen 2000 und 2011 ist die Anzahl der Solo-Selbstständigen in Deutschland um rund 40 Prozent auf etwa 2,6 Millionen Personen gestiegen. Damit sind 57 Prozent aller Selbständigen in Deutschland Alleinunternehmer. Immer öfter arbeiten sie in künstlerischen Berufen, als Lehrer, Publizisten, Psychologen oder in Pflegeberufen, immer seltener im Handwerk. Sie sind besser qualifiziert als die Erwerbstätigen, verdienen aber nicht besser. Rund ein Drittel der Solo-Selbstständigen muss dem Niedriglohnsektor zugerechnet werden. Das sind Ergebnisse einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Verantwortlich für die Entwicklung ist nicht vorrangig die konjunkturelle Entwicklung, sondern die Gesetzeslage. So hat die Förderung der Ich-AGs die Zahl der Solo-Selbstständigen steigen lassen, stellt DIW-Arbeitsmartexperte Karl Brenke fest. Ob diese Einschätzung den Kern der Sache trifft, kann bezweifelt werden. In Wahrheit dürfte ein großer Teil der Solo-Selbstständigen lediglich auf der Flucht vor „Hartz IV“ den Weg in die Selbständigkeit eingeschlagen haben. Dafür spricht, dass die Studie feststellt, dass überdurchschnittlich viele Solo-Selbstständige nicht dauerhaft selbständig bleiben.

Für Vorsorge bleibt bei den meisten Solo-Selbstständigen deshalb kaum etwas übrig. Einer früheren Umfrage im Auftrag der Gothaer Versicherung unter Solo-Selbstständigen zufolge betreibt weniger als die Hälfte der befragten Personen mit einem Einkommen unter 1.000 Euro überhaupt Altersvorsorge. In der Altersgruppe der jungen Solo-Selbstständigen zwischen 20 und 29 Jahren spart jeder Dritte überhaupt nicht fürs Alter.

Die Basisrente, als Altersvorsorge für Selbstständige konzipiert, geht an der Gruppe der Solo-Selbstständigen vorbei. Denn die steuerliche Förderung greift mangels „Masse“ gar nicht. Da nutzt es auch nichts, dass der Gesetzgeber die geförderten Höchstbeträge zum Jahresbeginn auf 24.000 Euro für Alleinstehende und 48.000 Euro für Verheiratete angehoben hat. Auch die von der Bundesarbeits- und Sozialministerin Ursula von der Leyen ins Spiel gebrachte obligatorische Alterssicherung für Selbstständige löst das Problem kaum.

Unter Experten gilt als ausgemacht, dass eine Öffnung der Riester-Rente für diese Personengruppe eine Lösung wäre. Solo-Selbstständige kämen dann schon mit Mini- oder Mindestbeiträgen in den Genuss der Zulagenförderung. Bisher hat der Gesetzgeber diesen Vorschlag aber nicht aufgegriffen. Bis dahin können Vermittler jedoch geringverdienenden Selbstständigen – sofern der Ehepartner rentenversicherungspflichtig beschäftigt und Riester-förderberechtigt ist – als mittelbar Förderberechtigten eine Riester-Rente verkaufen.

Weiterführende Links:

Solo-Selbständige in Deutschland

Pro: Alterssicherung für Selbständige

Kontra: Versicherungspflicht für Selbständige

portfolio international update 21.02.2013/hp/dpo

 
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