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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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Neu am Markt
04.07.2013

Solider Lebenswandel belohnt

Jürgen Horstmann will gesunden Lebensstil honorieren

In jeder Ausgabe von portfolio international befasst sich die Redaktion mit neuen Produkten von Versicherern, Fondsgesellschaften und Anbietern von Beteiligungen. Bei Versicherungen steht diesmal die neue Risikopolice der Helvetia im Blickpunkt.

Produkt: Risiko+
Anbieter: Helvetia Lebensversicherung
Bereich: Risikolebensversicherung
Besonderheit: Beitragsrabatt für Akademiker, Nichtraucher, Eltern, Normalgewichtige
Am Markt: seit April 2013

Die Risikopolice bietet eine gewöhnliche Todesfallleistung, die aber nicht vorzeitig bei schweren Erkrankungen ausgezahlt wird. Gesunde Lebensweise zahlt sich dagegen aus. Das Rauchverhalten sowie Größe und Gewicht nehmen Einfluss auf den Beitrag. Zudem wirken sich auch eine akademische Ausbildung und eigene Kinder im Haushalt positiv auf den Beitrag aus. In den Versicherungsbedingungen (AVB) ist die Grenze zwischen Normal- und Übergewicht allerdings nicht ausgewiesen; üblich ist ein Body-Mass-Index (BMI) zwischen 20 und 25 für Rabatt.

Die Anforderungen werden nur in einer gesonderten Tarifunterlage und nur am Beispiel von 50.000 Euro Todesfallsumme für 35-Jährige deutlich. Raucher zahlen danach mehr als das Doppelte von Nichtrauchern. Die Merkmale „Ausbildung“, „Kind“ und „günstiger BMI“ schlagen nur  mit je acht bis elf Prozent Preisvorteil zu Buche. Die Police kann ab zehn Euro Monatsbeitrag und bis zum Höchstalter von 70 Jahren abgeschlossen werden. Ab 50.000 Euro ist der Todesfallschutz frei wählbar; darunter nur in festen Stufen.

Als Preisbeispiel für einen 30-jährigen Kunden, der bis 65 garantiert 100.000 Euro Todesfallsumme versichert, werden brutto pro Monat 117 Euro als Raucher fällig, wenn zugleich Studienabschluss, Kinder und guter BMI (1,70 Meter groß; 78 Kilo schwer) vorliegen. Durch sofortige Verrechnung der Überschüsse sinkt der Nettobeitrag derzeit auf 54 Euro. Nichtraucher mit normalem BMI, die zugleich Akademiker sind und mindestens ein Kind haben, zahlen netto nur 21 Euro. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist damit für Akademikerfamilien mit Kind und einem gesunden Lebenswandel gut, aber für alle anderen abschreckend.

Die Eigenwerbung, wonach die Prämien in den einzelnen Risikoklassen­ wettbewerbsfähig seien, ist nicht nachvollziehbar. In den AVB sind wichtige Punkte, etwa Beitragsrabatte, nicht aufgeführt. Es fehlt auch ein Hinweis auf die Folgen einer Gefahrerhöhung, etwa den Beginn des Rauchens nach Vertragsabschluss. Der Nichtraucherstatus wird nur bei Abschluss verlangt (Paragraf 7 Absatz 1). Ratings liegen noch nicht vor. Ein Schnelltest der Stiftung Warentest zu „Risiko+“ bestätigt unseren Eindruck: Helvetia bietet nichts Besonderes und ist auch nicht billig.

Fazit: Die Risikopolice ist bestenfalls Durchschnitt. Viele Konkurrenten bieten mehr Leistung oder sind preisgünstiger. Die Vergütung für Vermittler wird wie in der Sachversicherung ratierlich über die gesamte Laufzeit der Police gezahlt. Hält der 35-jährige Kunde durch, gewinnt der Makler: Bei 50.000 Euro Versicherungssumme und 30 Jahren Laufzeit gibt es unterm Strich laut Helvetia 901,40 Euro (bisher 225,30 Euro bei 40 Promille Abschluss- und 1,0 Prozent Bestandscourtage). Bei vorzeitigem Ausstieg verliert der Makler gegenüber der bisherigen Courtageregelung.

Details zu weiteren neuen Versicherungs- und Finanzprodukten lesen Sie bitte in Ausgabe 3/2013 von portfolio international nach, die am 3. Juli 2013 erschienen ist.

portfolio international 04.07.2013

 
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