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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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16.11.2012

Roundtable: Anleihen - weitere Belastung oder zweite Chance?

Im Bild zu sehen von rechts nach links: Florian Kayl, Roland Schmidt, Alfred Kaiser, Barbara Claus, Peter Stowasser, Detlef Pohl

IM FOKUS: Welche Konsequenzen hat das für den alltäglichen Vertrieb?

Claus: Unser Rating hilft den Beratern, Fonds mit anderen Anlageformen und innerhalb derselben Kategorie zu vergleichen. Wir versuchen herauszustellen, wie riskant ein Investment absolut gesehen ist und wie auch relativ zu den Alternativen am Markt. Die Zusammenfassungen der qualitativen Einschätzungen stellen wir kostenfrei über unsere Website zur Verfügung, auf die auch private Anleger Zugriff haben. Die ausführlichen Berichte kann der Vertrieb über unsere Datenbank beziehen. Die Reports geben dem Berater unsere Einschätzung an die Hand. Am Ende muss aber der Kunde verstehen, was er kauft. Das Beratungsgespräch zählt.

IM FOKUS: Ob nun mit Beratung oder ohne: Welche Risiken bergen Anleihen?

Kayl: Bei Anleihen ist das Hauptrisiko der Emittent. Da hat die Erfahrung der letzten Jahre ganz deutlich gezeigt: Risiko ist nicht mehr gleich Risiko. Die Mär vom risikolosen Staatsinvestment oder risikobehafteten Unternehmensinvestment gilt so pauschal nicht mehr. Der Fokus auf den einzelnen Emittenten wird immer wichtiger. Zudem existiert eine enge Verknüpfung zwischen Rendite und Risiko.

IM FOKUS: Bleiben Ihre Kunden dann bei festverzinslichen Papieren?

Kayl: Wir haben Kunden, die sich bewusst auf Einzelinvestments, auch in Anleihen, konzentrieren. Sie suchen dort Chancen, indem sie eine spezielle Meinung zu einem Emittenten haben oder zu einer aktuellen Situation. Andere Kunden wollen das Einzelrisiko abwälzen und begeben sich in die Fondswelt. Da dominieren dann globale Rentenfonds oder auch Themen- Rentenfonds.

IM FOKUS: Und Unternehmensanleihen?

Kayl: Unternehmensanleihen sind auf jeden Fall ein Trend. In letzter Zeit ist der Anleger aber mit immer weiter sinkenden Renditen konfrontiert, wenn das Risiko nicht außer Acht gelassen wird. Gerade die Anleihen großer deutscher Firmen weisen mitunter geringe Renditen auf. Siemens zum Beispiel konnte sich kürzlich zu einem historisch niedrigen Niveau von 0,375 Prozent auf zwei Jahre refinanzieren. Das macht es für den Kunden immer schwieriger, das richtige Produkt zu finden, und lenkt den Fokus mitunter auch auf Rentenfonds oder auf Emittenten mit einem anderen Chance-Risiko-Profil.

IM FOKUS: Herr Kaiser, Sie sitzen in Doppelfunktion am Tisch – als Banker für einen großen Pool. Haben Bankanleihen in Zeiten der Bankenkrisen noch Sinn?

Kaiser: Es gab eine positive Rentenzeit, die jetzt noch mal angefeuert wurde durch die laufenden Zinssenkungen. Inzwischen ist fraglich, ob dieser gesamte Sektor noch ernsthaft ein Kauf ist. Die Risikostruktur hat sich grundlegend gewandelt. Gerade bei Staats- oder Bankanleihen würde ich mich mit dem Kauf schwertun. Als Pool, der hauptsächlich in die Fondslösung investiert, stehen Diversifikationsstrategien im Vordergrund. Der Trend geht weg von Staats- und so auch von Bankanleihen,weil Banken sich mit Staatspapieren vollgesogen haben, in Richtung Unternehmensanleihen und globale Investments, ganz stark in Schwellenländern. Auch die Idee, über zusätzliche Währungsgewinne im Anleihenbereich zu verdienen, steht aktuell für viele im Vordergrund.

IM FOKUS: Die Bank bietet Poolpartnern zudem ein Haftungsdach. Welche Vorteile ergeben sich damit für freie Vermittler?

Kaiser: Juristisch muss das Haftungsdach bei der Bank angesiedelt sein, also bei der kürzlich in BfV Bank für Vermögen AG umbenannten ehemaligen BCA-Bank. Wer als freier Vermittler keine eigene KWG-Zulassung besitzt, schlüpft unter ein Haftungsdach und darf dann nicht nur Fonds, sondern auch einzelne Wertpapiere beraten und vermitteln. Das wird allerdings aktuell nicht übermäßig stark frequentiert. Die Kunden bevorzugen die Fondslösung, weil die sicheren Anleihen häufig nicht einmal den Inflationsausgleich schaffen. Also muss der Kunde ein höheres Risiko eingehen. Doch das Risiko möchte einzeln keiner picken, also nimmt er einen Rentenfonds.

IM FOKUS: Die Automatismen der Vergangenheit haben also ausgedient. Aber sind Rentenfonds generell die richtige Anlageklasse für gute Renditen?

Schmidt: In der heutigen komplexen Welt gibt es hohe Interdependenzen zwischen Regionen, Konzernen und Sektoren. Aber hier liegt auch die Chance professioneller Investoren: Ein aktives Durationsmanagement spielt an dieser Stelle genau so eine Rolle wie ein Überprüfen darauf, inwiefern mein Portfolio oder die einzelnen Emissionen einer makroökonomischen Sensitivität unterliegen.

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