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16.10.2006

Risikoschutz für Gründer und junge Unternehmen

Unabhängige Versicherungsvermittler können im Geschäft mit Existenzgründern ihre Stärken wie betriebliches Know-how, Marktübersicht und Beratungskompetenz voll ausspielen. Die Produktgeber warten mit speziellen Gründerprodukten auf.

Risikomanagement und Versicherungsschutz gehören zu jedem soliden Gründerkonzept. Dabei sind Jungunternehmer und Versicherungsberater zumeist mit der Tatsache konfrontiert, dass ein ­umfangreicher Versicherungsschutz zwar wünschenswert wäre, das Geld am Anfang aber nur für einen Basisschutz reicht. Gefragt sind deshalb leistungsstarke und preiswerte Produkte.
In jüngster Zeit haben einige Unternehmen Produkte speziell für diesen Bedarf von Existenzgründern und jungen Unternehmen auf den Markt gebracht. Das betrifft zunächst die Einstiegsprodukte Betriebshaftpflicht- und Betriebsinhaltsversicherung sowie die Firmen-Lebensversicherung Betriebsunterbrechungsschutz. Den Bedürfnissen junger Unternehmen kommen insbesondere Bausteinkonzepte entgegen, bei denen sich die Risiken Haftpflicht, Brand, Blitzschlag, Explosion, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus, Leitungswasserschäden, Rohrbruch, Frost, Sturm, Hagel, wahlweise zum Teil auch mit Betriebsunterbrechung absichern lassen. Solche Produkte haben nicht nur Gewerbespezialisten wie die Signal Iduna im Angebot.. Der Maklerpool Amex - seit kurzem unter einem Dach mit Maxpool - bietet zum Beispiel seinen Mitgliedern eine besonders günstige und unkomplizierte Einsteiger-Inhaltsversicherung für Kleinunternehmen aus Handel, Handwerk und Gewerbe von der österreichischen Donau Versicherung.

Unabhängige Versicherungsvermittler können im Geschäft mit Existenzgründern ihre Stärken wie betriebliches Know-how, Marktübersicht und Beratungskompetenz voll ausspielen. Die Produktgeber warten mit speziellen Gründerprodukten auf.



Risikomanagement und Versicherungsschutz gehören zu jedem soliden Gründerkonzept. Dabei sind Jungunternehmer und Versicherungsberater zumeist mit der Tatsache konfrontiert, dass ein ­umfangreicher Versicherungsschutz zwar wünschenswert wäre, das Geld am Anfang aber nur für einen Basisschutz reicht. Gefragt sind deshalb leistungsstarke und preiswerte Produkte.


In jüngster Zeit haben einige Unternehmen Produkte speziell für diesen Bedarf von Existenzgründern und jungen Unternehmen auf den Markt gebracht. Das betrifft zunächst die Einstiegsprodukte Betriebshaftpflicht- und Betriebsinhaltsversicherung sowie die Firmen-Lebensversicherung Betriebsunterbrechungsschutz. Den Bedürfnissen junger Unternehmen kommen insbesondere Bausteinkonzepte entgegen, bei denen sich die Risiken Haftpflicht, Brand, Blitzschlag, Explosion, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus, Leitungswasserschäden, Rohrbruch, Frost, Sturm, Hagel, wahlweise zum Teil auch mit Betriebsunterbrechung absichern lassen. Solche Produkte haben nicht nur Gewerbespezialisten wie die Signal Iduna im Angebot.. Der Maklerpool Amex - seit kurzem unter einem Dach mit Maxpool - bietet zum Beispiel seinen Mitgliedern eine besonders günstige und unkomplizierte Einsteiger-Inhaltsversicherung für Kleinunternehmen aus Handel, Handwerk und Gewerbe von der österreichischen Donau Versicherung.


  • R+V betritt Neuland

Ein echte Innovation der jüngeren Vergangenheit stellt die Existenz-Unterbrechungsversicherung der Nürnberger (Nürnberger EBU) dar. Zielgruppe sind Freiberufler, selbständige Handwerker (Einpersonenunternehmen, Kleinbetriebe) und Händler mit stationärem Verkauf. Anders als bei konventionellen Be-triebsunterbrechungsversicherungen ist bei der Nürnberger EBU der Versicherungsfall nicht an Sachschadenereignisse geknüpft, sondern an Unfall und Krankheit des Unternehmers ab 70 Prozent Arbeitsunfähigkeit. Die Axa Versicherung bietet ein ähnliches Konzept mit der Praxis-BU.


Neuland hat auch die R+V-Gruppe mit der Warenkreditversicherung R+V - Forderungsschutzpolice Kompakt für Existenzgründer und kleine Unternehmen betreten. Warenkreditversicherungen konnten sich früher nur größere Unternehmen leisten, in jüngster Vergangenheit kamen auch Produkte für Mittelständler auf den Markt. Die R+V bietet nicht nur bezahlbare Prämien, sondern neben dem Ersatz von Zahlungsausfällen auch die Überprüfung der Bonität der Geschäftspartner mit zehn Gratis-Risikoprüfungen pro Jahr sowie zehn Prozent Beitragsnachlass bei Leistungsfreiheit.


Mit der Forderungsausfallversicherung ist die Grenze dessen, was junge Unternehmer in der Startphase an Versicherungsschutz unbedingt benötigen, aber auch schon erreicht. Überschritten wird sie in den meisten Fällen mit Elektronikversicherungen. Zwar kommt heute kaum ein Unternehmen ohne Computertechnik aus, ein Grund für umfangreiche Versicherungspakete ist das jedoch nur in seltenen Fällen. Vor allem wenn die Deckungskonzepte auch umfangreiche Leistungen beim Verlust von Daten vorsehen, sollten Berater genau prüfen, ob dazu eine Versicherung nötig ist. In den meisten Fällen - sofern es sich nicht um spezielle IT-Firmen handelt - lassen sich Datenverluste wesentlich billiger durch konsequentes Sicherungsverhalten in der Firma vermeiden.


  • Die Arbeitskraft des Gründers ist sein Kapital

Nicht weniger wichtig wie die betrieblichen Versicherungen ist die Absicherung der persönlichen Risiken von Jungunternehmern. Zum einen zwingt der Start in die Freiheit des Unternehmertums zum Abschied von den Wohltaten des Sozialstaates. Zum anderen stellt ein Ausfall der Arbeitskraft des Gründers nun einmal den größten anzunehmenden Unfall dar, der die junge Existenz ruinieren kann. Gefährdet ist nicht nur die wirtschaftliche Existenz des Unternehmers, sondern meist auch die der Familie und eventuell auch von Angestellten.


Zum absoluten Muss gehört die Absicherung der Angehörigen für den Todesfall des Unternehmers. In den meisten Fällen wird eine Risikolebensversicherung die erste und vor allem preiswerteste Wahl sein. In der Regel nehmen Gründer Kredite auf, also muss die Risikoversicherung so ausreichend bemessen sein, dass es im Ernstfall auch für den Schuldendienst reicht. Als sinnvolle Alternative zur Risikolebensversicherung bietet sich die Risiko­rentenversicherung vom Volkswohl Bund an, die im vergangenen Jahr auf den Markt gekommen ist. Statt einer einmaligen Kapitalabfindung erhalten die Hinterbliebenen eine regelmäßige Rentenzahlung, mit denen sie die Schulden bedienen können.


  • Alternative zur BU

Ein wichtiges Thema bei der Absicherung persönlicher Risiken ist das Risiko Berufsunfähigkeit. Dort lauern auch die größten Beratungsrisiken. Denn die BU-Versicherer verweisen berufsunfähige Selbstständige und Unternehmer regelmäßig auf die Möglichkeit der Umorganisation. Umgehen lassen sich die Unwägbarkeiten bei der BU-Versicherung durch eine Erwerbsunfähigkeitspolice, die für Gründer nicht nur transparenter, sondern auch billiger ist. Dass BU-Schutz sogar für körperlich tätige Selbstständige bezahlbar sein kann, beweist die Aspecta mit ihrer Meister-BU. Versichert sind Erwerbsunfähigkeit bis zum 60. Lebensjahr und Berufsunfähigkeit nur zeitweise, insgesamt drei Jahre mit maximal 36 Monatsrenten für ein oder mehrere Leistungsfälle. Der Beitragsvorteil gegenüber klassischen BU-Tarifen beträgt 50 Prozent.


Seit es die Basisrente gibt, wird sie vor allem Selbstständigen und Freiberuflern ans Herz gelegt. Zumal man damit auch Hinterbliebenenschutz und Berufsunfähigkeitsrisiko einschließen und Steuern sparen kann. Bei den meisten jungen Unternehmern gibt es allerdings noch nicht viel vor dem Fiskus zu retten. Wenn Gründer in den ersten Jahren überhaupt etwas für die Altersvorsorge erübrigen können, sind flexible Fondsrenten die bessere Wahl. Große Flexibilität sollte vor allem bei der Beitragszahlung walten, damit der Unternehmer seinen Altersvorsorgevertrag in Abhängigkeit von der Gewinnlage dotieren kann. Aber auch die Möglichkeit der vorzeitigen Kapitalentnahme kann bei Selbständigen und Freiberuflern gefragt sein, was die Basisrente nicht zulässt.


Zu den wichtigsten persönlichen Versicherungen für Gründer gehört die private Krankenversicherung. Um so mehr, als die Unwägbarkeiten der Gesundheitsreform dazu drängen, den Gesundheitsschutz privat zu organisieren so lange es noch geht. Viele Unternehmen bieten spezielle Vollversicherungen für Unternehmensgründer. Sie enthalten am Anfang solide Basisleistungen zum bezahlbaren Preis und sehen umfangreiche Optionsrechte vor, mit denen sich der Versicherungsschutz später upgraden lässt. Beispiele sind die Tarife Compact Care von der Inter-Versicherung und ES 600 von der Allianz Private Krankenversicherung. Zu den für Selbstständige äußerst nützlichen Krankenversicherungen gehört unbedingt die Tagegeldpolice, deren Höhe Unternehmer und Berater an den laufenden finanziellen Verpflichtungen ausrichten sollten.


Für Vermittler stellt das Geschäft mit Gründern und Jungunternehmern eine anspruchsvolle und lohnende Aufgabe dar. Ist der Gründer erfolgreich und nimmt er die Dienste des Versicherungsberaters als nützliche und erfolgreiche Partnerschaft wahr, wachsen die Geschäfte mit dem Unternehmen.


Hans Pfeifer­­

 
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