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Anlage
18.11.2011

Riester-Sparen wird besser genutzt

Zulagenausschöpfung

Zulagenausschöpfung

Regionale Verteilung

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Wie der neue "Vorsorgeatlas Deutschland" zeigt, ist die Zahl der Zulagenbeantragung und die Ausschöpfungsquote gestiegen. Dennoch haben die Sparer rund 1,3 Milliarden Euro verschenkt.

FRANKFURT – Die Zulagenbeantragung hat beim Riester-Sparen ein historisches Hoch erreicht. Fast 77 Prozent oder 9,3 Millionen Riester-Sparer haben für das Jahr 2008 die staatlichen Zulagen beantragt. „Das ist der höchste Stand seit Einführung der privaten Vorsorge im Jahr 2002“, sagte Bernd Raffelhüschen, Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge der Universität Freiburg, bei der Vorstellung des diesjährigen „Vorsorgeatlas Deutschland“. „Wir gehen davon aus, dass diese Zahl 2009 noch höher liegen wird“, sagt Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender der Fondsgesellschaft Union Investment und Auftraggeber der Studie. Die staatlichen Zulagen für das Jahr 2009 können noch bis Ende 2011 nachträglich beantragt werden, weitere eigene Einzahlungen können jedoch nicht mehr getätigt werden.

Ebenso wie bei den Beantragungsquoten ist bei der maximalen Nutzung der Zulagen eine Aufwärtsbewegung erkennbar. Im Jahr 2008 erhielten im Bundesdurchschnitt 61,8 Prozent der Riester-Sparer die volle staatliche Förderung. Gegenüber 2007 bedeutet dies einen Anstieg um 1,7 Prozentpunkte. Bei Union Investment und der Deutsche Bank-Fondstochter DWS lag dieser Wert 2008 bei je 65 Prozent.

Auch bei der Zulagenausschöpfung zeigt sich eine positive Entwicklung. Bei der Berechnung der Ausschöpfungsquote werden ausschließlich die geförderten Riester-Verträge betrachtet, die nicht die volle Zulage erhalten haben. Die Ausschöpfungsquote gibt an, wie hoch die durchschnittliche Zulagenförderung im Vergleich zur maximal möglichen Förderung ist. Während 2006 noch rund 55 Prozent (3,4 Millionen Personen) aller Zulagenbezieher die maximale Förderung in Anspruch nahmen, lag dieser Wert im Jahr 2008 bei über 57 Prozent oder 5,7 Millionen Sparern.

Zahlten Riester-Sparer nicht den vollen Eigenbeitrag ein und bekamen deswegen nicht die maximalen Zulagen, mussten sie im Durchschnitt eine geringere Kürzung als im Vorjahr hinnehmen. „Dies deutet darauf hin, dass die Menschen entweder die notwendigen Mindesteigenbeiträge besser einschätzen konnten, oder die Inhaber von Altverträgen sich aktiver mit ihren Verträgen und den notwendigen Sparraten auseinandergesetzt haben“, so Raffelhüschen.

Unter dem Strich haben Riester-Sparer der Studie zufolge trotz gestiegener Zulagen-Nutzung rund 1,3 Milliarden Euro staatlicher Förderung verschenkt: Denn im Jahr 2008 wurden rund 853 Millionen Euro durch fehlende Beantragung der Zulagen sowie weitere 470 Millionen Euro aufgrund von unzureichenden Eigenbeiträgen verschenkt. Dabei zeigt sich in der regionalen Betrachtung ein ausgeprägtes West-Ost-Gefälle. Dies gilt nicht nur für die Beantragungsquoten, sondern auch für den Anteil an Verträgen mit maximal gewährten Zulagen sowie für die Ausschöpfungsquote.

portfolio international update 18.11.2011/gcu 

 
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