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Anlage
16.01.2013

Rendite aus dem Stromnetz

Fast die Hälfte der Bürger kann sich vorstellen, Kapital für die Altersvorsorge in den Ausbau des Stromnetzes zu investieren.

Die Anlagemisere bei der Altersvorsorge geht auch 2013 in eine neue Runde. Die Versicherungswirtschaft ist auf der Suche nach ertragreichen Kapitalanlagen, die den aufsichtsrechtlichen Sicherheitsvorschriften entsprechen. Alternativen zu den weiterhin wenig ertragreichen Anleihen sind viele in der Diskussion: Wohnimmobilien, Parkuhren, Windkraft- und Solaranlagen – sowie auch Stromnetze. Für private Investitionen in den Netzausbau zum Zweck der Altersvorsorge macht sich unter anderem das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) aus dem Verbund der Deutschen Bank stark. Nach der jüngsten Umfrage „DIA Deutschland-Trend Vorsorge“ kann sich knapp die Hälfte der Bürger eine finanzielle Beteiligung am Ausbau der Stromnetze zum Zwecke der Altersvorsorge vorstellen, vorausgesetzt, diese Kapitalanlagen werden über eine staatliche Stelle, ähnlich dem norwegischen Staatsfonds für die Altersvorsorge, abgesichert.

 

Das Modell hätte Vorteile, sagen die Befürworter: Für den Netzausbau stünde das Kapital zur Verfügung, das die privaten Betreiber offenbar allein nicht auftreiben können. Und: Fonds, Versicherer und Privatanleger könnten aus dem Netz langfristig sichere Renditen erzielen. Denn die Erlöse, die mit Kapitalbeteiligungen am Netzausbau erzielt werden können, hängen im Wesentlichen von der von der Bundesnetzagentur vorgegebene Obergrenze für die Eigenkapitalverzinsung ab, die jeweils für eine fünfjährige Regulierungsperiode vorgegeben wird. Ab 2014 beträgt die maximale jährliche Eigenkapitalverzinsung bei neuen Investitionen in Stromnetze 9,05 Prozent pro Jahr vor Steuern. Abzüglich Netz-, Betriebs- und Darlehenskosten würde immer noch deutlich mehr Rendite übrig bleiben als bei alternativen Anlagen. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, präferiert eine Netzgesellschaft und schlägt vor, dabei „die Idee einer Bürgerbeteiligung an den Stromnetzen der Zukunft aktiv weiterzuentwickeln“. Der Vorstand der ARGE Netz, Martin Grundmann, hat ein Konzept für ein „Bürgernetz“ entwickelt, das eine vierte Säule im Altervorsorgesystem sein könnte.

 

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hatte  im November 2012 erstmals das  verstärkte Interesse der Branche an Anlagen in erneuerbaren Energien und Infrastrukturprojekten öffentlich bestätigt. Derzeit bestünden für Versicherer bei der Finanzierung der Energiewende aber noch erhebliche regulatorische Hürden, die einem verstärkten Investment entgegenstehen. Beispiel: Es besteht ein Verbot der gleichzeitigen Finanzierung von Energieerzeugung und -transport. „Der Spiegel“ kommt in seiner jüngsten Ausgabe zu einem anderen Schluss: „Banken und Versicherungen, die solche Projekte normalerweise finanzieren, ist das Risiko zu hoch. Selbst weitreichende Bürgschaften und Haftungsgarantien des Bundes konnten daran bislang nichts ändern.“ Da sollten sich die Bürger wohl auch besser zurückhalten.

Weiterführende Links:

DIA-Deutschland-Trend-Vorsorge vom 19. Dezember 2012

Konzept „Bürgernetz“ als vierte Säule der Altersvorsorge

portfolio international update 17.01.2013/hp/dpo

 
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