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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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Anlage
13.06.2017

Regulierung, die nächste

Thomas Richter

Die Regulierung innerhalb der Finanzmarktrichtlinie II (Mifid II) ist einen Schritt weiter. Vergangene Woche hat die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde Esma ihre Vorgaben zur sogenannten Product Governance veröffentlicht.

Product Governance umfasst Anforderungen an die Entwicklung und Vertriebssteuerung von Finanzinstrumenten. Ein zentraler Punkt hierbei sind die Zielmärkte, die Hersteller (Manufacturers) und Vertreiber (Distributors) von Finanzinstrumenten angeben sollen. Als Kriterien für die Festlegung solcher Zielmärkte nennt die Esma demnach die Kundenart, Kenntnisse und Erfahrungen des Kunden, dessen finanzielle Situation, Ziele und Bedürfnisse.

Bei bestimmten Finanzprodukten lässt die Behörde nun einheitliche Zielmarktkriterien zu, etwa bei Produkten, die einer Benchmark folgen oder die an einem Börsensegment gelistet sind, ist ein weiteres Beispiel der veröffentlichten Vorgaben. Vertriebe sollen nach wie vor eigene Zielmarktdefinitionen liefern, die den allgemeinen Zielmarkt des Emittenten konkretisieren. Das gilt auch dann, wenn der Emittent gar keinen Zielmarkt festgelegt hat, zum Beispiel weil er nicht der Mifid II unterliegt, erläutert die Esma.

Bei Massenprodukten, etwa bei Investmentfonds nach Ucits-Regelung oder bei Standardaktien, dürfen die Vertreiber die Zielmarktdefinitionen der Emittenten übernehmen. Produktgeber und Vertreiber dürfen solche Zielmärkte zudem gemeinsam festlegen.

Im Falle einer Anlageberatung für ein gesamtes Kundenportfolio, zum Beispiel seitens einer Vermögensverwaltung oder einer Finanzportfolioverwaltung, sind Produktverkäufe außerhalb des eigentlichen Zielmarkts zugelassen, sofern das Portfolio insgesamt für den Kunden geeignet bleibt. Die Verkäufe außerhalb der Zielmärkte müssen die Dienstleister auch nicht dem Emittenten des Produktes melden.

Aus Sicht von Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI), sind die Leitlinien zur Produktüberwachung und zur Bestimmung der Zielmärkte nun praxistauglich. „Insbesondere hat die Esma klargestellt, dass bei der Vermögensverwaltung nicht jedes einzelne Produkt im Portfolio dem Zielmarkt des Anlegers entsprechen muss“, hebt Richter hervor. „Damit berücksichtigt sie den Grundgedanken der Risikostreuung und ermöglicht eine zielführende Zusammenstellung einzelner Produkte durch Vermögensverwalter.“

Zudem vermeide die Erlaubnis der Behörde, dass Vertriebe und Fondsgesellschaften für Standardprodukte einen gemeinsamen Zielmarkt entwickeln dürfen, einen Flickenteppich abweichender Zielmärkte für denselben Fonds.

Heike Gorres

(Bild: BVI)

Weiterführende Links:

Guidelines on Mifid II product governance requirements

Anforderungen für Produktgenehmigungen werden konkreter

portfolio international update 13.06.2017

 
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