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Presseschau
02.12.2011

Presseschau: Die Stimmung deutscher Privatanleger hat sich weiter eingetrübt

Eine Umfrage der Union Investment ergibt dennoch eine weiterhin hohe Sparneigung deutscher Privathaushalte.

Laut einer Umfrage der Union Investment hat sich die Stimmung deutscher Privatanleger weiter eingetrübt. Wie die Börsenzeitung (BöZ) berichtet, hat die Anfang November durchgeführte Befragung ergeben, dass nur noch 19 Prozent der Privatanleger in den kommenden sechs Monaten mit steigenden Aktienkursen rechnen, während 31 Prozent leicht fallende Kurse und 14 Prozent sogar starke Kursverluste erwarten.

Auch die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland habe sich gegenüber dem vorhergehenden Quartal verschlechtert: Der Anteil optimistischer Anleger sei um zwölf Prozentpunkte auf nur noch acht Prozent gesunken; 42 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten dagegen eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation. (Seite 18, BöZ)

Wie die Financial Times Deutschland (FTD) unter Berufung auf die gleiche Umfrage berichtet, ist die Sparbereitschaft der deutschen Privathaushalte trotz der anhaltenden Finanzkrise unverändert hoch. So sparen 55 Prozent der Umfrageteilnehmer monatlich genauso viel wie ein Jahr zuvor, lediglich 27 Prozent legen weniger Geld auf die Seite. (Seite 23, FTD)

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Nach erbittertem Streit zeichnet sich beim europäischen Stresstest für Banken eine Einigung zwischen der Europäischen Bankenaufsicht Eba und den 27 nationalen Aufsichtsbehörden ab. Laut einem Bericht des Handelsblatts (HB) soll der Stresstest nicht weiter verschärft werden. Die Mehrheit der Aufseher habe am Donnerstag für eine entsprechende Vorlage gestimmt, über welche die Eba auf ihrer Sitzung in London am 7. und 8. Dezember endgültig abstimmen werde. Für die deutschen Banken zeichne sich damit ein Kapitalbedarf von rund 9,6 Milliarden Euro ab. Vermutlich benötigten Commerzbank, Deutsche Bank, LBBW, NordLB und DZ Bank bis Juni 2012 mehr Kapital. (Seiten 7 und 44, HB)

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Die Allianz will an der privaten Kranken-Vollversicherung (PKV) festhalten und in diesem Bereich deutlich wachsen. Laut FTD erfolgt diese Bekenntnis zur PKV vor dem Hintergund zunehmender Zweifel an der Zukunft des Nebeneinanders gesetzlicher und privater Krankenversicherungen. Auch in der Konzernspitze der Allianz wird jedoch laut FTD darüber nachgedacht, künftig nur noch lukrative Zusatzversicherungen anzubieten und die Absicherung der wesentlichen Gesundheitsrisiken den gesetzlichen Kassen zu überlassen. (Seite 18, FTD)

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Nach der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) und der KKH-Allianz hat nun auch die Deutsche BKK angekündigt, den Zusatzbeitrag von acht Euro im Monat im nächsten Jahr zu streichen. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) blieben damit die BKK Hoesch (15 Euro), BKK Phoenix, Publik (je 8 Euro) und die BKK Advita (6,50 Euro) die einzigen Kassen, die noch einen Zusatzbeitrag erheben. (Seite 16, FAZ)

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Der Plan von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, die Altersversorgung von Frauen zu verbessern, die Kinder erzogen haben, stößt auf Widerstand der Arbeitgeber. „Eine noch stärkere Anerkennung von Erziehungsleistungen bei der Rente muss unterbleiben. Sie ist schlichtweg nicht finanzierbar“, zitiert die FAZ Alexander Gunkel, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Eine Reduzierung der überbordenden Staatsverschuldung könne nicht gelingen, wenn die Politik „neue ungedeckte Schecks auf die Zukunft“ ausstelle. (Seite 16, FAZ)

portfolio international update 02.12.2011/rko

 
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