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Beratung
25.11.2011

Pool-Markt vor Transparenzschwelle

Maklerpools haben nur eine Perspektive, wenn sie klar und transparent agieren. Dies wurde auf einer Fachveranstaltung der BCA AG deutlich.

DARMSTADT – Derzeit haben sich 94 Prozent aller Makler an mindestens einen Pool gebunden. Diese Anbindung bietet hervorragende Perspektiven, dass Makler ihre Einkommen auch künftig stabil halten können, sagte BCA-Vorstand Roland Roider auf einem Workshop. Jeder Pool müsse sich als neutraler Partner der Makler präsentieren und einen spürbaren Mehrwert bei der Bewältigung der zunehmenden wettbewerblichen und regulatorischen Herausforderungen bieten.

Dazu sehe sich BCA gut aufgestellt. So sei man einer der wenigen Pools, der keine Stornoreserve einbehält und darüber hinaus die Vertrauensschaden-Haftpflicht für Vermittler kostenfrei bereitstellt – sie kommt von R + V. Andere Mitbewerber behalten in der Regel eine Stornoreserve von 10 Prozent ein, um sich gegen vorzeitigen Ausfall der vermittelten Verträge zu schützen.

Während die Konkurrenz häufig intransparent arbeite, setze BCA auf Klarheit und Transparenz. „Wir sind absolut transparent und lassen uns jederzeit in die Karten sehen“, betont Roider. Leistungen, Eigenkapital, Bilanzzahlen und Serviceleistungen könnten öffentlich im Internet nachvollzogen werden. Zudem gehe aus dem Internet die Eigentümerstruktur hervor. Zu je 9,9 Prozent sind die Versicherer Barmenia, Signal Iduna, Stuttgarter und Volkswohl Bund beteiligt. „Ich plädiere dafür, eine solche Transparenz zum Standard für die gesamte Branche zu machen“, regte Roider an.

Künftig müssten freie Anlagevermittler bei der Beratung fast unter den gleichen Bedingungen arbeiten wie ein Banker oder ein Berater unter einem Haftungsdach. „Deshalb sollte sich jeder freie Berater spätestens mit Inkrafttreten des § 34f Gewerbeordnung überlegen, ob es nicht sinnvoll sei, sich einem Haftungsdach wie dem der BCA-Bank anzuschließen“, empfahl BCA-Investment-Vorstand Oliver Lang. Dann könnten freie Vermittler künftig auch über Aktien, Anleihen und Zertifikate beraten und individuelle Vermögensverwaltung liefern.

Je nach Qualifizierung und Erfahrung bietet die BCA-Bank Haftung in drei Stufen: nur für Fonds, zusätzlich für Aktien und Anleihen und zusätzlich für alle anderen Wertpapierinstrumente. Zum Leistungsnachweis habe die BCA-Bank zusammen mit der Frankfurt School of Finance & Management und der Deutschen Makler Akademie ein exklusives Qualifizierungsprogramm aufgelegt.

Neu bei der BCA-Bank ist „Private Investing", eine Vermögensverwaltung mit Fonds. Auch Privatanleger mit kleineren Anlagesummen ab 10.000 Euro Einmalanlage beziehungsweise ab 200 Euro monatlicher Sparrate sollen so sichere Wertzuwächse und Inflationsabsicherung erzielen. Die Depots führt das Bankhaus Metzler mit seiner Fondsplattform Metzler Fund Xchange. Die Asset-Allokation kommt von C-Quadrat, Performance Swiss, Smart-invest und FondsConsult Research.

"Die Vermittler erzielen nebenbei kontinuierliche Erträge durch die Einnahmen aus der jährlichen Servicegebühr", so Lang. Hintergrund: Die Vermögensverwaltung kostet Anleger jährlich 1,5 Prozent All-in-Fee netto, von der die Hälfte steuerlich absetzbar sei. Die Gebühr gehe je zur Hälfte an den betreuenden Vermittler sowie an den Asset-Manager beziehungsweise die Depotbank.

portfolio international update 25.11.2011/dpo/rko

 
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