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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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Beratung
09.02.2017

PKV: Zusatzversicherung und Pflegetarife boomen

Die gefragtesten Anbieter der privaten Krankenversicherung (PKV) sind die Hallesche (Vollversicherung) und Arag (Zusatzversicherung). In der neu untersuchten Kategorie „private Pflegeversicherung“ hat die Ideal-Versicherung am meisten überzeugt.

Dies bekannten 244 Makler und Mehrfachvertreter mit durchschnittlich fast 23 Jahren Berufserfahrung in einer Online-Befragung, die in die  Studie  „Asscompact Award – Private Krankenversicherung 2017“ der BBG Betriebsberatungsgesellschaft (Bayreuth) mündete. Die Vermittler wurden gebeten, neben ihren Lieblingsanbietern jeweils ihre Geschäftsanteile (nach Stück) in Prozent anzugeben. Die Prozentwerte werden schließlich als Punktwerte interpretiert, sodass jeder Vermittler maximal 100 Punkte auf alle Anbieter verteilen kann. So wird ein Index gebildet, der Aufschluss darüber gibt, wie sich die Geschäftsanteile im Detail auf die Anbieter verteilen.

Die beiden Spitzenreiter waren bereits in den beiden Vorjahr am gefragtesten. Aktuell erzielt die Hallesche laut Studie in der Vollversicherung die meisten Geschäftsanteile und die Hanse-Merkur deutlich auf Distanz. Im Bereich der Zusatzversicherung vereint Arag 40 Prozent mehr Geschäftsanteile als die zweitplatzierte Hanse-Merkur, die wiederum ganz knapp vor der Barmenia liegt. Die im Vorjahr zweitplatzierte DKV fiel aus den Medaillenrängen heraus. Die Barmenia verteidigte  in beiden Produktlinien den dritten Platz.

Im erstmals untersuchten Bereich „private Pflegeversicherung“ hat sich die Ideal vor der Allianz behauptet. Mit etwas Abstand folgen dicht beieinander Münchener Verein, Hallesche und DFV Deutsche Familienversicherung.

Die Spitzenreiter sind nicht unbedingt identisch mit den Gesellschaften, die die befragten Vermittler einem befreundeten Kollegen weiterempfehlen würden. Bei diesem so genannten Net-Promoter-Score (NPS) schnitt in der Vollversicherung Universa am besten ab, gefolgt von Barmenia und Hallesche. In der Zusatzversicherung wurden Universa und Württembergische gemeinsam am meisten genannt, gefolgt von Barmenia und Signal. In der privaten Pflegeversicherung wurden Ideal vor Allianz und Württembergische am meisten empfohlen.

Zudem fragte die Studie nach den Gesellschaften, mit denen der Makler sein PKV-Geschäft in Zukunft am stärksten intensivieren wolle. In der Vollversicherung dürfte das mit Abstand am stärksten die Alte Oldenburger sein, gefolgt von Süddeutsche sowie Barmenia. In der Zusatzversicherung wurden Württembergische, Süddeutsche und Universa am meisten genannt. In der privaten Pflegeversicherung wurden Ideal vor Württembergische und Allianz als Zuwachsfavoriten für das künftige Geschäft genannt.

Vermittler erwarten für 2017 mehrheitlich konstante Einnahmen im Vollkostengeschäft. Für das PKV-Zusatzgeschäft und die private Pflegeversicherung werden leicht steigende Umsatzentwicklungen prognostiziert. Die Relevanz der PKV-Vollversicherung in den kommenden fünf Jahren schätzen nur 12 Prozent der unabhängigen Vermittler für sich als hoch oder sehr hoch ein. Die PKV-Zusatzversicherung hingegen spielt bei über der Hälfte (56 Prozent) eine wichtige zukünftige Rolle und die private Pflegeversicherung sogar noch höheren Stellenwert (68 Prozent).

Betrachtet man die Entwicklung des PKV-Geschäftes vor fünf Jahren zu heute und wagt zudem einen Blick nach vorne, dann zeigt sich ebenfalls ein konträres Bild: In der Vollversicherung nimmt die Relevanz von 44 Prozent vor fünf Jahren auf rund 12 Prozent in fünf Jahren Prozent ab (heute: 11,8 Prozent). Umgekehrt sieht es in Zusatzversicherung aus. Vor fünf Jahren sprachen ihr nur 22 Prozent eine große Bedeutung zu. Aktuell sehen 40 Prozent eine hohe Relevanz und in Zukunft sogar 56 Prozent. Noch drastischer ist es in der privaten Pflegeversicherung – siehe Grafik.

Die Studie zeigt: Die neuen Telematik-Tarife in der Krankenversicherung, die gesunde Lebensweise belohnen, werden von den unabhängigen Vermittlern weiter kontrovers diskutiert. Zwar befürworten 51 Prozent der Vermittler, eine gesunde Lebensweise zu belohnen (Vorjahr: 60,6 Prozent). Gleichzeitig sind 54 Prozent der Vermittler aufgrund der nötigen Übermittlung von Versicherungsnehmerdaten eher skeptisch (Vorjahr: 56,7 Prozent). Zudem sprechen nur 10,5 Prozent den Telematik-Tarifen eine hohe Vertriebschance zu (Vorjahr: 14,6 Prozent).

Detlef Pohl

(Grafik: BBG)

Weiterführende Links: 

portfolio international update 09.02.2017

 
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