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Vorsorge
14.11.2012

PKV-Verband kritisiert Spiegel-Bericht scharf

In einer E-Mail an die Spiegel-Online-Chefredaktion hat der Branchenverband die Berichterstattung mit einer vorsätzlichen Irreführung verglichen.

Als "hanebüchen" falsche Darstellung, der einer vorsätzlichen Irreführung gleichkomme, hat der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) dem Spiegel-Online-Bericht "Privatversicherten droht Beitragsschock" vehement widersprochen. Nach Informationen des PKV-Branchenverbands soll es für 2013 in den großen Beständen der privaten Vollversicherung für viele Millionen Privatversicherte gar keine Erhöhung geben, beziehungsweise nur sehr geringe Anpassungen im kleinen einstelligen Prozentbereich. Für hunderttausende Versicherte werde es sogar Beitragssenkungen geben. "Die in manchen Medien behaupteten Prozentzahlen hingegen sind grob irreführend, solange sie die absoluten Beträge in Euro verschweigen", sagte ein Verbandssprecher zu portfolio international.

Der PKV-Verband hat unmittelbar nach Veröffentlichung des umstrittenen Spiegel-Berichts am Dienstagnachmittag mit einer E-Mail an die Spiegel-Online-Chefredaktion reagiert. Darin kritisiert der Branchenverband in sieben Punkten die journalistische Qualität des Beitrags. "Leider wimmelt der Artikel von gravierenden sachlichen Fehlern und arbeitet generell mit einer schiefen Darstellung", so die Kritik des Verbands. Die E-Mail liegt der Redaktion von portfolio international vor.

Am Dienstag hatte der Spiegel-Bericht in der PKV-Branche, aber auch unter den Privatversicherten für große Aufregung gesorgt. So sollen nach Recherchen des Nachrichtenmagazins die Beiträge für Neukunden ab dem kommenden Jahr um bis zu 41 Prozent steigen. Auch langjährig Versicherte sollen danach mit teils drastischen Erhöhungen rechnen. Der Spiegel stützt seine Recherche auf eine Übersicht der Tarifentwicklung im Neugeschäft von elf großen Anbietern. Die Zahlen sollen zeigen, wie sich die Beiträge für jemanden entwickeln, der aktuell in die private Krankenversicherung wechseln will.

Nach Ansicht des PKV-Verbands bildet die Tabelle aber willkürlich völlig unterschiedliche und zum Teil sehr spezielle Einzeltarife aus den verschiedenen Unternehmen ab und verschweigt die relevanten großen Tarife. Am meisten stört den Verband, dass im ganzen Artikel nicht die Unisex-Problematik erwähnt wird. Die Daten-Recherche bezieht sich jedoch auf Neugeschäftsbeiträge nach der zwingenden Einführung von Unisex-Tarifen ab Dezember 2012. Der Verbandssprecher stellt klar: "Diese Unisex-Tarife betreffen gerade nicht die PKV-Bestandskunden. Sie sind auch keine Beitragserhöhung. Es handelt sich um die neu kalkulierten Startbeiträge für zukünftige PKV-Kunden". Und weiter: "Aus diesem Grunde können die Unisex-Tarife seriös auf keine Weise mit Bestandstarifen verglichen werden. Es können auch keine Rückschlüsse auf die Entwicklung der Bestandstarife gezogen werden."

Unterdessen scheint für den Verband ein einzelner Versicherungsmakler "eine wesentliche Quelle dieses ganzen Unsinns" zu sein. Versicherungsmakler Javier Garcia hatte im Spiegel-Bericht gesagt: "Wenn ein Tarif für einen Neukunden um fünf Prozent teurer wird, dann fällt die Steigerung für einen langjährig Altversicherten in demselben Tarif deutlich höher aus, unter Umständen doppelt so hoch." Nach Meinung des PKV-Verbands mache sich Spiegel-Online zum unkritischen Sprachrohr eines Maklers, der damit sein Geld verdient, Privatversicherte gegen Honorar in andere Tarife zu lotsen und womöglich durch die Verunsicherung der Kunden mit Hilfe einiger Medien eine steigende Nachfrage nach seiner Hilfe provozieren möchte.

portfolio international update 14.11.2012/gcu  

 
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