ARTLENBURG – Von 2000 bis 2012 beträgt die durchschnittliche Beitragserhöhung bei PKV-Vollversicherungen für Angestellte pro Jahr 12,50 Euro. Die relativen Beitragserhöhungen schwankten zwischen 1,2 Prozent 2009 und rund sieben Prozent 2010. Die Erhöhungen über 12 Jahre lagen mit durchschnittlich 4,1 Prozent drastisch unter den Werten, die in gelegentlich auftretenden Einzelfällen gern öffentlich ausgeschlachtet werden. Das geht aus dem neuen „PKV-Rating“ hervor, das der Marktbeobachter Map-Report vorgelegt hat.
Nachdem die Allianz, Nummer drei des Marktes, im Vorjahr erstmals teilnahm und auf Anhieb mit „sehr gut“ bewertet wurde, fiel das Unternehmen nun auf eine gute Note zurück. Der diesjährige Rating-Neuling Mecklenburgische schaffte ebenfalls einen guten Einstieg, Wiedereinsteiger Deutscher Ring bekam auf Anhieb eine hervorragende Wertung. Lediglich die Debeka erzielte mehr Punkte, wie die Untersuchung „Private Krankenversicherung: m-rating” (Map-Report Nr. 791 - 792) dokumentiert.
Der Erfolg des Deutschen Ring, der zuvor mit sich und der Konzern-Neuordnung bei der Basler beziehungsweise Signal beschäftigt war, basiert vor allem auf stabilen Beiträgen, wobei die Hamburger sich auch gleich den Titel als vertragsstärkste Gesellschaft sicherten. Bilanziell schneiden die Hanseaten ebenfalls hervorragend ab. Trotz leichter Schwächen im Service hat der Deutsche Ring in den vergangenen Jahren offensichtlich seine Hausaufgaben gemacht. Größere Reserven gibt es nur noch bei der Prozessquote.
Branchenprimus bleibt auch im zwölften Jahr in Folge die Debeka. Auch R + V, Signal, Alte Oldenburger und DKV erreichten hervorragende Bewertungen. Sehr gut schnitten sieben Gesellschaften ab: HanseMerkur, Nürnberger, DEVK, Provinzial, Inter, Concordia und SDK.
Im Schnitt der Jahre 2005 bis 2010 weist die DEVK die höchste versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote auf und ist damit der profitabelste Anbieter – siehe Illustration. Die HUK-Coburg konnte ihre bilanziellen Schwächen nicht abstellen und schaffte nur 6,87 Prozent versicherungstechnisches Ergebnis. Die Verwaltungskostenquote liegt bei der HUK-Coburg mit 1,15 Prozent der verdienten Bruttobeiträge am niedrigsten, während die Mecklenburgische auf den schlechtesten Wert kommt (10,28 Prozent).
portfolio international update 20.02.2012/dpo/rko





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