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Anlage
04.04.2012

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Fakten zur Bausparbranche

Fakten zur Bausparbranche

Für viele Finanzvermittler ist Bausparen nur ein Randthema. Es erfordert zusätz­liche Investitionen in Kompetenz und EDV. Durch vorbereitete Beratungs- und Verkaufsansätze sowie technische und administrative Unterstützung kann die Bausparvermittlung Gewinne erzielen. Eine funktionierende Online-Plattform mit sämtlichen Bauspartarifen würde Abhilfe schaffen.

„Bausparen steht für Sicherheit und Solidität“, lautet das Credo des Verbands der Privaten Bausparkassen (VPB). Spätestens seit Ausbruch der Finanzkrise schätzen das auch die Anleger noch mehr als früher. Das deutsche Bausparsystem ist nicht wie viele andere Anlageprodukte nur auf gut laufende Märke ausgerichtet. Es hat sich auch in Krisen bewährt, weil es vom Kapitalmarkt weitgehend unabhängig ist. Das belegen auch die Abschlusszahlen der Bauspargesellschaften. Einige große Anbieter verzeichnen schon seit zwei Jahren hintereinander Rekordzahlen im Neugeschäft. Der Bauspar-Branchenverband sieht Bausparen als Stabilitätsanker für die Anleger.

„Die internationale Staatsschuldenkrise stärkt die Sehnsucht der Menschen nach verläss­lichen Spar- und Finanzierungsformen“, sagt Andreas J. Zehnder, Vorstandsvorsitzender des VPB. Der Verband vertritt die 13 privaten Bausparkassen in Deutschland. Die größte Bausparkasse im privaten Bausparverbund ist Schwäbisch Hall aus dem genossenschaftlichen Finanzverbund der Volks- und Raiffeisenbanken, gefolgt von der Bausparkasse Wüstenrot.

Den Privaten gegenüber stehen die öffentlich-rechtlichen Bausparkassen der Sparkassen-Finanzgruppe, bestehend aus zehn Landesbausparkassen (LBS). Die LBS-Gruppe ist mit einem Marktanteil von über einem Drittel, gemessen an der Bausparsumme, die Nummer eins der Bausparkassen in Deutschland (siehe Tabelle "Fakten zur Bausparbranche").

44 Bauspartarife auf dem Markt
Die Finanzierung des Vertriebs erfolgt über die Abschlussgebühr: Pro Bausparvertrag wird im Durchschnitt ein Prozent der Bausparsumme als Abschlussgebühr fällig. Derzeit gibt es 44 Bauspar-Grundtarife auf dem Markt. Zählt man die unterschiedlichen Tarifvarianten hinzu, steigt die Gesamtzahl der Tarife auf das Dreifache. Bei dieser großen Anzahl den Überblick zu behalten, fällt nicht leicht. Im Gegensatz zur Versicherungs- und Fondsbranche fehlt es der Bausparindustrie an geeigneten zentralen Online-Plattformen. Solche Sammelstellen könnten alle Bauspartarife auf einem Portal bündeln und einen Vergleich der Produkte für Finanz­berater und Vermittler deutlich einfacher machen, wovon letztendlich auch der Bausparer profitieren sollte.

 
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