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Ausgabe 06/2016

Rendite in schweren Zeiten

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Betriebliche Altersversorgung: Vorsorge mit Potenzial

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Analyse

16.02.2017

Optimierung des Altersvermögens bei Niedrigzinsen

Niedrige Zinsen machen die private Vorsorge richtig teuer. Wer sich Zeit nimmt und die passende Strategie für seine Kunden findet, das Geld gut verwalteten lässt und dabei die Kosten im Blick behält, profitiert der Kunde gleich doppelt: Denn mit einer höheren Rendite muss man weniger sparen und hat am Ende mehr Geld zur Verfügung.

Wie das geht, hat das VZ Vermögenszentrums in München, ein unabhängiger Vermögensverwalter und Honorarberater mit den Schwerpunkten Geldanlage und Ruhestandsplanung für die Zielgruppe ab 50, kürzlich aufgelistet. Dies ist auch für 34f-Berater, die auch gegen Honorar beraten und/oder eine Servicepauschale bei der Empfehlung von Exchange Traded Funds (ETF) verlangen, eine Überlegung wert.

Niedrige Gebühren schlagen sich langfristig in der Entwicklung des Vermögens nieder. Ein Depot von 500.000 Euro wächst in 20 Jahren bei einer jährlichen Nettorendite von 2,0 Prozent auf 743.000 Euro. Beträgt die jährliche Nettorendite dank niedrigerer Gebühren jedoch 2,5 Prozent, wächst das Vermögen auf 819.000 Euro. Allein die Senkung der jährlichen Kosten um 0,5 Prozent bringen am Ende 76.000 Euro mehr.

Besonders stark ins Gewicht fallen laufende Produktgebühren und einmalige Kosten, die beim Kauf anfallen. Dabei gibt es attraktive Alternativen: Aktive Fonds zum Beispiel haben hohe Managementgebühren und einen Ausgabeaufschlag, während passive Fonds wie ETF viel günstiger sind und ohne Ausgabeaufschlag gekauft werden.

Vergleichbare Anlageprodukte unterscheiden sich zudem hinsichtlich ihrer Performance. So erzielen zum Beispiel Fonds mit gleichen Schwerpunkten verschiedene Ergebnisse, weil sich die Strategien und taktischen Anpassungen ihrer Fondsmanager unterscheiden. Vergleichen Sie daher vor einer Kundenempfehlung stets die Performance-Historie des Titels mit der Entwicklung vergleichbarer Titel.

Auch die Gebühren von Depotbanken fallen zum Teil sehr unterschiedlich aus. Preissensible Kunden vergleichen heute oft selber den Preis und die enthaltenen Leistungen des Finanzinstituts mit anderen Anbietern. Helfen Sie dem Kunden, zu einem attraktiveren Dienstleister zu wechseln, haben Sie kaum Arbeit: In der Regel kümmert sich der neue Dienstleister unkompliziert um den Transfer des Kapitals. Ihr Kunde wird diesen Schritt jedoch mit Vertrauen zurückzahlen. Hinzu kommt: mehrere Pools verfügen inzwischen für 34f-Vermittler über günstige Zugänge zu Depotbank-Plattformen oder bieten interaktives Online-Tool für offene Wertpapierfonds, die vermittler in ihre Homepage einbinden können.

Die eigentliche Optimierung der Altersvorsorge gelingt vor allem durch den Renditeauftrieb. Wer 500.000 Euro Kapital benötigt und mit 37 Jahren die Anlage startet, um sich daraus ab 67 dann 25 Jahre eine monatliche Zusatzrente zu gönnen, muss bei 1,0 Prozent Nettozins monatlich 1.000 Euro zurücklegen. Schafft er jedoch 4,0 Prozent Rendite, was mit Aktien-ETF über 35 Jahre Laufzeit kein Hexenwerk ist, muss der Anleger laut VZ nur 567 Euro pro Monat sparen. Unterm Strich müsste man 182.000 Euro weniger für die Zusatzrente ansparen, Geld, das für den Konsum zur Verfügung bleibt.

Der Renditevorteil wirkt im Rentenalter nach. Wenn die 500.000 Euro über 25 Jahre aufgebraucht werden und dabei das schmelzende Restguthaben stets 1,0 Prozent Rendite abwirft, stehen monatlich 1.892 Euro zur Verfügung, bei 3,0 Prozent Rendite sogar 2.392 Euro. Drei Prozent Rendite sind laut Vermögenszentrum zum Beispiel mit einer Etappenstrategie erreichbar – siehe Grafik. Konkret: Das Vermögen wird in Verbrauchs- und Wachstumsteile aufgeteilt. Alle zehn Jahre wird der Verbrauchsteil verzehrt, während der Wachstumsteil weiterhin renditestark angelegt bleibt, etwa mit einem ETF-Portfolio.  

Detlef Pohl

(Grafik: VZ Vermögenszentrum)

Weiterführende Links: 

portfolio international update 16.02.2017

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