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Vorsorge

29.02.2016

Ohne Ballast in die Spur I

In der Wintersportsaison hat auch der Verkauf von unnötigen Versicherungen Konjunktur: der Wintersportgeräteversicherung. Die können sich Skifahrer und Snowboarder sparen. Stattdessen sollte das Geld in ausreichenden Unfall-, Kranken- und Haftpflicht-Versicherungsschutz investiert werden. Teil I
Birgit Dreyer

Bis über den Jahreswechsel hinaus war es nichts mit Wintersport: Weder in Deutschland, noch in Österreich noch in vielen Regionen der Schweiz reichte der Schnee aus, um Pisten und Loipen öffnen zu können. Als die weiße Pracht dann im Januar doch noch kam, fiel der Run auf die Wintersportgebiete umso größer aus. Gedränge am Hang ist aber die Mutter vieler Unfälle. Gerade auf gut besuchten Pisten kommen sich die Skifahrer sehr nahe. Eine unbedachte Bewegung, eine kleine Unachtsamkeit, und schon kann es zu einem heftigen Zusammenstoß kommen, warnt die Europäische Reiseversicherung (ERV), der Reiseversicherer aus dem Ergo-Konzern.

Die häufigsten Verletzungen bei Skiunfällen sind Verletzungen am Schien- und Wadenbein, an der Schulter und am Knie (Außenbänder und Kreuzband), so die ERV. Nach Zahlen der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU), betrieben von der Arag in Kooperation mit der Stiftung „Sicherheit im Skisport“  haben sich in der Wintersportsaison 2014/2015 rund 38.000 bis 39.000 Deutsche nach einem Skiunfall in ärztliche Behandlung begeben müssen. Das waren deutlich weniger als in den Jahren zuvor, die Verletzungsgefahr geht tendenziell zurück. Dennoch hängt es vielfach von den Bedingungen ab, wie hoch das Verletzungsrisiko konkret ausfällt.

Vor allem in puncto Zusammenstößen könne keinesfalls Entwarnung gegeben werden, so die ASU. Über 17 Prozent aller Verletzungen sind auf Kollisionen zurückzuführen. Typische Unfallschäden sind Verletzungen des Kopfes mit 1,1 je 1.000 Skifahrer. Das Risiko für Knieverletzungen bewegt sich mit 3,77 Fällen je 1.000 Skifahrer auf hohem Niveau. Bei weiblichen Skifahrern betreffen fast 50 Prozent aller Verletzungen das Kniegelenk, so die ASU zur vergangenen Saison.

Hans Pfeifer
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