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Beratung
19.07.2012

Niedriger Zins, neue Vergütung

Der Einbruch bei fondsgebundenen Versicherungen ging auch 2011 weiter. Die Branche hat keine Rezepte, die Rückgänge anderweitig aufzufangen. Nun zieht die Skandia als erster Anbieter die Reißleine und stellt auch das Vergütungsmodell um.

Der Absatz von Fondspolicen in Deutschland geht seit Beginn der Finanzkrise dramatisch zurück. Daran haben auch modernste Garantiekonzepte nichts geändert. Das Neugeschäft mit der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung in Deutschland nimmt seit 2008 kontinuierlich ab: 2011 sank deren Absatz um 15 Prozent auf 933 Millionen Euro. Wurden 2008 noch 32 Prozent des Neugeschäfts – definiert als Annual Premium Equivalent (APE) oder laufende Beiträge zuzüglich zehn Prozent der Einmalbeiträge –, über diese Produktkategorie vermittelt, so waren es im vergangenen Jahr 13,9 Prozent.

Damit schrumpfte der Marktanteil von Fondsprodukten am Gesamtmarkt der Lebensversicherung auf den tiefsten Stand seit 2002, ergab die Studie „FLV-Update 2011“ der Unternehmensberatung Towers Watson (siehe auch die Tabelle). Diese untersucht im 18. Jahr die Gesamtentwicklung fondsgebundener Rentenversicherungen (FRV) einschließlich Riester- und Basisrentenprodukten sowie fondsgebundener Lebensversicherungen (FLV) auf dem deutschen Markt.

„Wir beobachten den rückläufigen Trend im Neugeschäft sowohl für Produkte gegen Einmalbeitrag als auch gegen laufende Beiträge“, erläutert Marcel Schmitz, Berater bei Towers Watson. Zwar ging auch das Neugeschäft im Gesamtmarkt Lebensversicherung um zwei Prozent auf 6,7 Milliarden Euro Beitragssumme zurück. Es fehlt offensichtlich an innovativen Produkten, weil die Versicherer anderweitig beschäftigt sind, Stichworte: Unisex, Solvency II. „Aber die andauernde Verunsicherung an den Kapitalmärkten wirkt sich weiterhin besonders negativ auf den Verkauf von fondsgebundenen Versicherungen aus, die nicht mal mehr eine Milliarde Euro APE ausmachen“, sagt Schmitz (siehe auch die Grafik unten).

Gelitten haben alle Spielarten, so dass der Anteil von fondsgebundenen Produkten an der Lebensversicherung zum vierten Mal hintereinander seit 2008, also seit dem Höhepunkt der Finanzkrise, zurückging. Die Rückgänge im Neugeschäft 2011 bewegen sich zwischen je 18 Prozent bei der Fondsbasisversicherung und der FLV sowie 13 Prozent bei der Fondsrente. Den Löwenanteil am fondsgebundenen Neugeschäft insgesamt macht mit 60 Prozent deutlicher denn je die Fondsrente aus (2010: 58 Prozent). Die staatlich geförderte Fonds-Riester- und Fondsbasisrente folgen mit 38 Prozent und abgeschlagen die FLV mit zwei Prozent.

Mit 555 Millionen Euro Neuvertragsvolumen kann sich der Absatz der FRV immer noch sehen lassen, während fondsgebundene Riester- und Basisrenten deutlich weniger nachgefragt werden. Die Riester-FRV kam noch auf 219 Millionen Euro Neugeschäftssumme, ein Minus von 16 Prozent; die Basis-FRV kommt auf 141 Millionen Euro, ein Rückgang um 18 Prozent.

Viele fondsgebunde Riester-Verträge

Bei der FLV waren es nur noch 18 Millionen Euro – somit summierten sich die Einbußen in den vergangenen drei Jahren auf nahezu 60 Prozent. Dennoch stufen die Versicherer die fondsgebundene Riester-Rente weiterhin als ein wichtiges Riester-Produkt ein. Immerhin 48 Prozent der 2011 abgeschlossenen Riester-Verträge sind fondsgebunden (2010: 51 Prozent).

Bei den Garantien liegen sowohl klassische als auch dynamische Hybridprodukte weiterhin vorne, während Garantiefonds wie auch sonstige Möglichkeiten der Garantieerzeugung weit zurückliegen. „Viele Versicherer setzen nun auf moderne Garantiekonzepte, um den Absatz wieder anzukurbeln“, hat Schmitz beobachtet. Vor allem Hybridprodukte oder dynamische Hybridprodukte sollen es richten. Immerhin 78 Prozent der Makler halten Fondspolicen mit Garantiekomponenten für leistungsfähiger als klassische Rentenversicherungen, ergab die „Maklertrendstudie 2011/2012“ von Towers Watson im Auftrag der Maklermanagement.ag, einer Tochter vom Deutschen Ring. Drei von fünf Maklern halten Fondspolicen ohne Garantie für schwer verkäuflich.

 
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