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Anlage
29.10.2015

Nicht viele aktive Fondsmanager erzielen eine Überrendite

Daniel Ung

Die Wahrscheinlichkeit, aktiv gemanagte Fonds zu finden, die besser abschneiden als eine Vergleichsmarke, ist mitunter sehr gering, wie auch der Halbjahresbericht 2015 von S&P Dow Jones Indices zeigt. Dennoch, ein Teil der Fondsmanager macht einen guten Job.

Es ist eine Binsenweisheit, dass die Mehrheit der aktiv gemanagten Investmentfonds ihre Vergleichsindizes nicht übertrifft. Das bedeutet allerdings auch, dass es einem kleineren Teil dieser Fonds gelingt, besser abzuschneiden als der Markt. Aktives Management per se abzulehnen und alles zum Beispiel auf börsennotierte Indexfonds, ETF, zu verlagern, würde daher eine mögliche Überrendite von vornherein ausschließen. Für Anleger und Berater, die eine Chance auf Mehrrendite wahren wollen, ist es daher die hohe Kunst, jene aktiv gemanagten Fonds zu finden, die zum Anlageprofil passen und die über verschiedene Zeiträume hinweg nach Abzug der Kosten den Markt schlagen.

Die Wahrscheinlichkeit, solche Fonds zu finden, ist zwar gegeben, aber mitunter nicht sehr hoch, wie aktuell der Halbjahresbericht 2015 des Indexanbieters S&P Dow Jones Indices zum Abschneiden aktiv gemanagter Fonds zeigt. Laut seiner jüngsten „S&P Indices versus active Funds (Spiva) Europe Scorecard“, seiner Ergebnisliste von in Euro denominierten aktiv gemanagten Fonds im Vergleich zu Indizes des Anbieters, verfehlen zum Beispiel 87 Prozent der Fonds mit Schwerpunkt „Aktien Europa“ im Zehnjahres-Zeitraum bis Ende Juni den S&P Europe 350. Im Fünfjahres-Zeitraum sind es 83 Prozent, im Dreijahres-Zeitraum 71 Prozent und im Jahresabschnitt 55 Prozent dieser Fonds, die schlechter abschneiden als der Vergleichsindex, berichtet Daniel Ung, Associate Director bei S&P und einer der Autoren der Studie.

Am geringsten sind die Wahrscheinlichkeiten einer Outperformance bei in Euro denominierten Fonds, die im Schwerpunkt in US-Aktien anlegen. In der Zehnjahres-Betrachtung bis Ende Juni 2015 liegen 98 Prozent dieser Portfolios berechnet in Euro unter dem S&P 500, in der Fünfjahres-Betrachtung 97 Prozent, in der Dreijahres-Periode 91 Prozent und im Jahresvergleich 84 Prozent.

Bei den aktiv gemanagten Fonds, die im Schwerpunkt in deutsche Aktien investieren, liegen 83 Prozent im Zehnjahres-Vergleich unter dem S&P Germany BMI (Broad Market Index), 74 Prozent im Fünfjahres-, 66 Prozent im Dreijahres- und 64 Prozent im Jahresvergleich.

Die Spiva Europe Scorecard zeigt zudem, dass Fondsanbieter ihre oftmals empfohlene Strategie, Fonds über längere Zeiträume zu halten, vielfach selbst nicht einhalten. In den vergangenen zehn Jahren haben Anbieter unter den in Euro denominierten aktiv gemanagten Fonds insgesamt rund die Hälfte der Produkte vom Markt genommen oder mit anderen Fonds zusammengelegt.

Heike Gorres

(Bild: S&P Dow Jones Indices)

Weiterführende Links:

S&P Indices versus active Funds („Spiva“) Europe Scorecard Midyear 2015

Aktives Asset Management unter der Lupe

portfolio international update 29.10.2015

 
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