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Analyse
02.09.2015

Neues Gesetz, aber alte Tricks der Assekuranz

Klaus Morgenstern

Seit dem 1. Januar 2015 müssen Lebensversicherer die Effektivkosten angeben. Leider teilte der Gesetzgeber nicht mit, wie die Kennzahl berechnet werden soll. Über die Folgen machte sich in seinem Gastbeitrag Klaus Morgenstern Gedanken, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) in Berlin.

Stellen Sie sich vor, das Finanzamt verlangt von Ihnen, ab 2015 mit der alljährlichen Veranlagung Ihre „Steuerquote“ anzu­geben, erwähnt dabei aber nicht, wie sie errechnet wird. Schon beginnt das große Rätselraten, was wohl gemeint ist. Das Verhältnis von Steuern und Einkommen? Nur direkte oder auch indirekte Steuern? Für welchen Zeitraum? So unbestimmt würde eine Behörde nie und nimmer eine Kennzahl erheben, meinen Sie? Falsch! Mit dem Lebensversicherungs-Reformgesetz (LVRG) ist genau dieser Fall eingetreten.

Seit dem 1. Januar 2015 müssen Lebensversicherer die Effektivkosten angeben. Leider teilte der Gesetzgeber nicht mit, wie die Kennzahl berechnet werden soll. Daher kam, was kommen musste: Statt mehr Transparenz zu schaffen, ist die Verwirrung am Ende noch größer geworden. Das zeigt die jüngste Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), mit der die Auswirkungen des LVRG untersucht wurden. Die Studie ging unter anderem der Frage nach, wie sich die Effektivkosten unter den neuen Kalkulationsbedingungen verändert haben.

Grundsätzliche Erkenntnis: Die von den Versicherern in den Produktinformationsblättern ausgewiesenen Werte sind im Prinzip nicht zu gebrauchen. Sie lassen sich schlicht und einfach nicht vergleichen. Der Variantenreichtum ist überwältigend. Kostprobe gefällig? Manche Anbieter rechnen mit nur einer festen Wertentwicklung, andere mit der für das Angebot vorgegebenen, andere wiederum für mehrere Konstellationen. Manche berücksichtigen unterschiedliche Gesamtverzinsungen, andere halten die Gesamtverzinsung fest. Ein Anbieter weist zwei getrennte Quoten aus: Die Kostenquote des Versicherungsmantels (inklusive Fondsrückvergütungen) und die Fondskosten. Mal wird auf der Basis der Wertentwicklung vor Kosten gerechnet, mal nach Fondskosten. Diese Aufzählung ließe sich noch ein Stück fortsetzen.

Da die Studienautoren vom Berliner Institut für Transparenz (ITA), die im Auftrage des DIA die Untersuchungen anstellten, das Dilemma schon vorher geahnt hatten, ließen sie parallel vom Analysehaus Morgen & Morgen einheitlich für alle untersuchten Tarife die Effektivkosten berechnen. Zwischen den Effektivkosten der Anbieter und denen von Morgen & Morgen gab es zum Teil erhebliche Abweichungen. Schlussfolgerung: Versicherer zum Ausweis der Effektivkosten zu verpflichten, ohne einen einheitlichen Berechnungsstandard zu definieren, ist ein untauglicher Versuch, mehr Transparenz zu schaffen. Dann wäre es besser gewesen, mit dieser Verpflichtung zu warten, bis die neue Produktinformationsstelle Altersvorsorge ihre Arbeit aufgenommen und ein paar Ansagen gemacht hat. So indes ging der Schuss nach hinten los.

 
Klaus Morgenstern

Kommentare

Leider hat Herr Morgenstern sehr recht. Bei den Effektivkosten trickst ein Großteil der Branche. Der GDV schafft es nicht, klare Regelungen zu schaffen. Regulierungen schafft anscheinend nur der Staat, und dann wird wieder über zu viel Bürokratie geweint.

Guter Artikel, aber dann wird es vielleicht mal Zeit, die Versicherer beim Namen zu nennen, die es ernst meinem und im Kundeninteresse handeln. Was soll der Kunde jetzt mit diesem Artikel anfangen?! Mehr als zusätzliche Unsicherheit wird hier auch nicht geschürt! Namen würden auch hier zur Transparenz verhelfen!!!

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