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Neu am Markt
01.12.2015

Neue Zurich Fondspolice

Gerhard Frieg

Mehrere Lebensversicherer sind inzwischen mit neuen Produkten auf den Markt gekommen, die abgeschwächte Garantien bieten, darunter neben Allianz, Ergo, Generali und HDI. Daneben werden verfeinerte Fondspolicen offeriert, darunter von Nürnberger, Basler und My Life. Zurich bringt nach der Einmalbeitrags-Indexrente „Vorsorge Plus“ nun gegen laufenden Beitrag die Fondsrente „Vorsorgeinvest“ mit individuell wählbarem Garantieniveau.

„Vorsorgeinvest" (im Bankvertrieb „FondsRente" genannt) ermöglicht es, die Renditechancen der Kapitalmärkte noch stärker zu nutzen, schützt aber auf Wunsch mit einem Sicherheitsnetz vor den Risiken des Kapitalverlustes. Je nach Risiko-/Sicherheits-Profil des Kunden können die eingezahlten Beiträge komplett oder in Stufen zwischen 50 und 100 Prozent abgesichert werden. „Zurich ist Vorreiter auf dem deutschen Markt bei der konsequenten Implementierung fondsbasierter Altersvorsorgeprodukte. Bereits im Jahr 2007 haben wir uns sukzessive aus der klassischen Lebensversicherung verabschiedet“, sagt Gerhard Frieg, Vorstand für das Ressort „Banken/Partner und Produktmanagement Leben“.

Das stimmt so nicht ganz. Das Neugeschäft der hauseigenen klassischen Lebensversicherung wurde bei Zurich erst Anfang 2013 weitgehend eingestellt. Noch 2014 sprach Vorstandschef Ralph Brand in der Umfrage von „portfolio international“ davon, dass man sich im Neugeschäft „weitgehend von der klassischen Art der Lebensversicherung verabschiedet“ habe. Und Vize-Vorstandschef Markus Nagel erklärte an gleicher Stelle erst im Sommer 2015: „Wir legen auf fondsgebundene Produkte und hybride Produktlösungen den Produktschwerpunkt“. Kein Wunder: Frieg kam erst 2015 zu Zurich und war zuvor viele Jahre bei MLP und HDI-Leben.

Was stimmt: „Wir verfügen im Bereich der  investmentbasierten Produkte über jahrzehntelanges Know-how“, wie Frieg erklärte. Zurich war Vorreiter der Anwendung moderner Systeme zum Anlagemanagement, die die Deutsche-Bank-Tochter DWS Investments entwickelt und in die Kooperation eingebracht hatte. Beispiel: das Garantiemodells I-CPPI (Individualized Constant Proportion Portfolio Insurance). Es ist entkoppelt vom Rechnungszins der Assekuranz und arbeitet mit den aktuellen Marktzinsen. 

Mit der neuen Fondsrente bietet Zurich Kunden auch die Chance zu entscheiden, wie die Beiträge in der Ansparphase investiert werden, und entweder mit individueller Fondsanlage die Kapitalanlage selbst in die Hand zu nehmen. Oder sie Experten anzuvertrauen: im Rahmen von gemanagten Depotmodellen oder vermögensstrukturierten Portfoliomodellen. Fonds von DWS Investments  und weiteren Fondsgesellschaften seien verfügbar, heißt es. Das hebt sich jedoch nicht vom Marktstandard der Konkurrenz ab.

In der andauernden Niedrigzinsphase setzt Zurich konsequent auf stärker renditeorientierte Altersvorsorge mit Fonds. Das Schwankungsrisiko will man durch breite Streuung über Aktien-, Renten- und Mischfonds deutlich reduzieren. Zur Aufklärung der Kunden wurde eigens die Kampagne „Mehr Fondsinvestment in die Altersvorsorge" gestartet – gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA), das wie DWS zur Deutschen Bank gehört. Mit einem webbasierten Tool des DIA wird der Zusammenhang zwischen Garantie und Renditechance deutlich.

Fazit: Die Markteinführung ist ein konsequenter nächster Schritt in der Produktoffensive mit Fondspolicen. Wirklich neu ist allerdings wenig. Da hatte die im April eingeführte Einmalbeitrags-Indexrente „Vorsorgegarantie Plus“ mehr Pepp. Die Überschüsse dieser konventionellen Rentenpolice können ganz oder teilweise in einen Aktienindex gesteckt werden. Ähnliches bietet auch Marktführer Allianz.  

Detlef Pohl

(Bild: Zurich)

Weiterführende Links: 

portfolio international update 01.12.2015

 
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