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Ausgabe 03/2016

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Beratung

23.11.2015

Mit Fondspolicen aus der Niedrigszinsfalle? I

Höhere Kapitalanforderungen und niedrige Zinsen machen das klassische Lebensversicherungsgeschäft für die Assekuranz riskant und unrentabel. Auch für Anleger und Vermittler sind klassische Policen wenig attraktiv. Eine Alternative bieten fondsgebundene Rentenversicherungen mit börsengehandelten Indexfonds (ETF). Sie senken für Versicherer das Garantie­risiko, für Vermittler das Beratungsrisiko und für Anleger die Kosten. Teil I
Clemens Muth

„Wir werden die klassischen Produkte zum Jahresende für das Neugeschäft weitgehend schließen“, kündigte Dr. Clemens Muth, Vorstandschef der Ergo Lebensversicherung, unlängst an. In der Niedrigzinsära sei das klassische Geschäft mit relativ hohen Garantiezinsen für den fünftgrößten deutschen Lebensversicherer kaum noch profitabel. Ergo ist nicht der erste Lebensversicherer, der dem Geschäft mit der Garantieverzinsung den Rücken kehrt. Bereits andere große Gesellschaften, wie Zurich, Generali und Talanx, haben den Ausstieg aus der bislang einnahmenstärksten Sparte der Assekuranz als Reaktion auf die Nie­drigzinspolitik der EZB und die schärfere EU-Regulierung (Solvency II) angekündigt. Auch Marktführer Allianz will Klassikpolicen nicht mehr aktiv bewerben.

Dabei hatte das Bundesfinanzministerium auf Empfehlung der Deutschen Aktuarvereinigung zum 1. Januar 2015 den Rechnungszins für Lebensversicherungen von bisher 1,75 Prozent auf 1,25 Prozent gesenkt und damit die Garantieverpflichtungen für die Branche gelockert. Doch der neue Garantiezins gilt nur für Neuverträge. Ältere Policen unterliegen weiterhin dem  bei Vertragsabschluss gültigen Garantiezins. Dieser ist oft deutlich höher als die aktuellen 1,25 Prozent. Für zwischen Mitte 1994 bis Mitte 2000 abgeschlossene Renten- und Kapitallebensversicherungen müssen die Versicherer beispielsweise noch 4,0 Prozent und damit den höchsten jemals erreichten Wert garantieren (siehe Tabelle).

Garantie bei Niedrigzins kaum bezahlbar
Bei der Rendite einer als sicher geltenden Bundesanleihe mit zehnjähriger Laufzeit von derzeit nur einem halben Prozent müssen die Versicherer zunehmend auf riskantere Zinspapiere, wie Schwellenländerbonds oder globale Hochzinsanleihen, ausweichen. Im Frühjahr warnte der Internationale Währungsfonds (IWF) vor den Risiken aus den Garantieverpflichtungen für die Branche. „Die Herausforderungen, die sich den Lebensversicherern stellen, müssen schnell angegangen werden“, so der IWF. Je länger eine Gesellschaft hohen Zins garantiere, desto höher das Risiko. Besonders groß sei es in Deutschland und Schweden. Der zu zahlende Garantiezins plus deklariertem Überschuss für 2015 liege in Deutschland im Durchschnitt immer noch bei rund 3,2 Prozent.

Ulrich Lohrer
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