FRANKFURT - Managed-Futures-Fonds haben in den vergangenen Jahren an Popularität gewonnen und werden zunehmend auch an Privatanleger vermarktet. Ein wichtiger Grund hierfür liegt in ihrer geringen Korrelation mit den Aktienmärkten: Während der MSCI World Aktienindex von November 2007 bis Februar 2009 um 53,6 Prozent eingebrochen ist, haben Managed-Futures-Strategien in diesem Zeitraum im Durchschnitt um 16,7 Prozent hinzugewonnen.
„Managed Futures sind seit der Finanzkrise populärer geworden, weil diese Krise gezeigt hat, dass Managed Futures als einzige Strategie tatsächlich in der Lage waren, geringe oder sogar negative Korrelationen zu den Aktienmärkten zu liefern“, erläutert Michael Busack, Geschäftsführer des Research- und Beratungsunternehmens Absolut Research GmbH. Und das funktioniere schon seit den 70er Jahren.
Und es gibt weitere Vorteile. „Futures gehören zu den am besten regulierten und liquidesten Bereichen der Kapitalmärkte“, sagt Werner Goricki, CIO und Vorstand des unabhängigen Finanzdienstleisters und Asset Managers Prime Capital AG. Selbst zum Höhepunkt der Krise 2008 seien Futures im Gegensatz zu fast allen anderen Anlageinstrumenten noch immer ausgesprochen liquide gewesen. „Insofern kann man sie relativ leicht im Publikumsfondsbereich verwenden – gerade wenn man feststellt, dass sonstige Absolute-Return-Strategien teilweise schwer in Ucits-Fonds umsetzbar sind“, betont Goricki.
Dennoch eignen sich Managed-Futures-Fonds nicht für jeden Anleger. Die Strategien sind oft recht komplex und darüber hinaus meist sehr volatil. Wer sich dennoch engagieren möchte, sollte bei der Fondsauswahl unbedingt auf die Kosten und Gebühren sowie auf einen realen Track Record der Manager oder Dachfondsmanager achten.
(Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Februar-Ausgabe von portfolio international. Das Heft erscheint am 10.02.2012.)
portfolio international update 09.02.2012/rko/gcu





Deutsche Bank / Realtime Indikation