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Ausgabe 03/2017

Der Brexit und seine Folgen für Vermittler

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Beratung
12.07.2017

Maklerpools am Scheideweg IV

Georg Kornmayer

Oliver Drewes

3 Fragen an 8 Poolchefs. Heute: Fondsnet und Maxpool Servicegesellschaft für Finanzdienstleister mbH. Un das Fazit der Redaktion zur Umfrage.

Die Redaktion startete mitten in der Gesetzgebungsphase zur Umsetzung der EU-Vertriebsrichtlinie (kurz: IDD) in deutsches Recht eine Umfrage unter wichtigen, umsatzstarken Maklerpools zu brennenden Fragen der Branche. Unsere Fragen:

1.  Wenn sich Berufsbild und Vergütungsmodell des Versicherungsmaklers durch die IDD-Umsetzung verändern, hat dann das verbreitete Pool-Geschäftsmodell auf Basis von Overheads noch Zukunft?  

2.  Digitalisierung versprach bislang vor allem bessere Vertriebschancen durch Apps. Was ist der nächste Schritt bei den Pools?

3a. Welche Sicherheiten haben Makler, die ihren Pool-Bestand verkaufen wollen oder müssen? 

3b.  Was ist der kritischste Punkt bei der Umsetzung der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (Mifid II) in deutsches Recht und wie helfen Sie 34f-Vermittlern, diesen Punkt erfolgreich zu lösen?

Georg Kornmayer, Geschäftsführer Fondsnet:

1.  Die Umsetzung der IDD in deutsches Recht sieht „nur“ eine strikte Trennung zwischen via Provisionen vergüteten Maklern und auf Honorarbasis arbeitenden Versicherungsberatern vor. Das heißt, ein Makler kann auch unter dem neuen IDD-Regime weiterhin Provisionen vereinnahmen, aber kein Mischmodell mehr anbieten, in dem auch gegen Honorar Policen vermittelt werden. Für den Fall, dass der Berater künftig ausschließlich auf Honorarbasis arbeiten möchte, wird es Preismodelle geben, in denen die Services des Pooldienstleisters durch den Berater entlohnt werden müssen.

2.  Gut gemachte Apps oder Robo-Advisors stellen eine innovative Ergänzung zur klassischen Finanz- und Versicherungsberatung dar und können das Vertriebspotenzial steigern. Im Zuge der Einführung solcher Anwendungen auf Poolebene muss jedoch immer die gesamte zugrundeliegende Prozesskette durchdacht und digitalisiert werden, etwa die unmittelbare Verknüpfung mit einem Vertragsverwaltungssystem, einem Dokumentenarchiv und vielem mehr. Darüber hinaus geht der Trend weiter zu größtmöglicher Benutzerfreundlichkeit für Poolpartner und ihre Kunden, insbesondere durch die digitale Verzahnung bislang noch weitgehend separierter Bereiche wie beispielsweise Fondsdepots, Versicherungsbestände und der klassischen Bankverbindung in einer Anwendung.

3b.  Den größten Aufwand sehen wir derzeit bei den Vorgaben zur „Product Governance“, im Rahmen dessen unter anderem eine Zielmarktklassifikation für Investmentfonds eingeführt wird. Nach wie vor gibt es jedoch keine belastbaren Informationen darüber, über welchen Weg und in welcher Form diese Daten an die Maklerpools übermittelt werden. Derzeit prüft der europäische Fondsverband Efama die Zusammenarbeit mit ausgesuchten Providern, die das Thema „Product Governance“ in den lokalen Märkten begleiten. In Deutschland wird dies voraussichtlich der Informationsdienstleister „WM Datenservice“ sein. Im Hinblick auf die praktische Umsetzung des Datenprozesses befinden wir uns als Pool aber nach wie vor in einer Art Warteschleife. Fest steht aber, dass unsere gesamte Beratungsdokumentation überarbeitet wird. So wird künftig automatisch dokumentiert, ob Kunde und Produkt mit Blick auf die jeweiligen Zielmärkte/Zielgruppen zueinander passen, oder ob sich der Berater mit seinem Anlagevorschlag außerhalb der dann geltenden Regelung bewegt. Dabei werden Haftungsrisiken für den Vermittler innerhalb der Beratungsdokumentation so weit wie möglich automatisch minimiert. Wobei unsere Poolpartner diese Voreinstellung auf Wunsch manuell aufheben können. Die Vorgaben der „Product Governance“ werden außerdem Teil der jährlichen 34f-Prüfung sein und in unserem System direkt für den Wirtschaftsprüfer vor- und aufgearbeitet.

 
Detlef Pohl
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