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Vorsorge
15.10.2014

Lebensversicherung reloaded II

Wolfgang Schäuble

Das Lebensversicherungs-Reformgesetz wird das Geschäftsmodell der deutschen Lebensversicherung grundlegend verändern. Dass es zum Auslaufmodell wird, befürchten die einen, andere sehen in den Reformen neue Chancen. Fest steht lediglich, dass alle Beteiligten – Versicherer, Vermittler und Kunden ­– umdenken müssen. Teil II

Der Druck auf die Vertriebe wächst 
Das hatte schon im Vorfeld des Gesetzes für heftigen Widerstand gesorgt. Die Senkung des Höchstzillmersatzes ziele nicht auf eine Kappung von Provisionen, hatte die CDU beteuert. Vielmehr sollen die Bestandsprovisionen zulasten der Abschlussprovisionen erhöht werden. Was die Versicherer daraus machen werden, bleibt abzuwarten. Sehr wahrscheinlich ist jedoch, dass sie den Druck auf die Vertriebe erhöhen werden, um die Abschlusskosten zu senken. Die Versicherten werden davon nichts haben, ist Torsten Gillessen, Partner und Versicherungsexperte beim Software- und Beratungshaus PPI AG überzeugt. „Die Senkung des Zillmersatzes wird den Kunden kaum zugutekommen. Die bestehenden Abschlusskosten gegenüber dem Vermittler muss der Lebensversicherer trotzdem abrechnen und wird sie daher vermutlich auf anderem Wege auf die Kunden abwälzen“, so Gillessen. 

Die Versicherer jedenfalls sind überzeugt, dass die Abschlussprovisionen sinken müssen. Die Vermittler hoffen noch, dass es nicht so kommt. Michael H. Heinz, Chef des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) glaubt, die Absenkung des Höchstzillmersatzes bedeute nicht automatisch eine Kürzung der Provisionen. „Hier wird sich zukünftig zeigen, welche Versicherer zu ihren Vermittlern stehen und nicht das LVRG vorschieben, um die Provisionen zu senken.“ Das Gesetz gebe jedenfalls dafür nichts her, erklärte Heinz. „Es entspricht unserer Forderung, die Vergütung der Vermittler nicht gesetzlich zu deckeln.“ 

Gesiegt hat die Vertriebslobby allerdings in letzter Minute bei der Provisionsoffenlegung. Die ist vom Tisch. Stattdessen müssen ab 1. Januar 2015 die Effektivkosten offengelegt werden. „Dies ist sicher die bessere Maßnahme. Der Kunde sollte sich doch vor allem für die Kostenbelastung seines Vertrags interessieren. Denn diese vermindert die Rendite“, findet Mark Ortmann, Geschäftsführer des ITA Instituts für Transparenz GmbH. Der Ausweis von Provisionen hätte erhebliche Fragen aufgeworfen und in der bisher vorgesehenen Form die Verbraucher eher verwirrt als aufgeklärt. Was Verbraucher dagegen brauchen, sei die Angabe der Effektivkosten sowie der Effektivrendite, damit sie verschiedene Produkte vergleichen können, ist Ortmann überzeugt. 

 
Hans Pfeifer

Kommentare

Das ist aber schlecht für das Pyramidensystem.

Dann ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Versicherer wieder nach der Hilfe des Staates rufen. Wird es dann nach der "Bad-Bank" auch die "Bad-Isurance" geben?

In einem solchen System werden nicht mehr die belohnt, die ordentlich wirtschaften, sondern diejenigen die am lautesten klagen.

Das wird der Tod eines schon seit Jahren unrentablen, schwerkranken Produktes. Das sich die Versicherungsgesellschaften über diese Möglichkeit freuen sollen, zeigt nur wie fern der Realität sich die bewegen, die nur ihren Vorteil aus den Beständen vor sich haben. Neuabschlüsse dürfte so kein Vermittler mehr tätigen. Aber das interessiert die Bestandsverwalter nicht.

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